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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Motorsport : „Koppelputzer“ sind nicht zu schlagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

28 Teams beim Mofa- und Mokickrennen in Revensdorf am Start / „Koppelputzer“ siegen in der Mofa-Klasse, „Lars Team“ in der Mokick-Klasse

Lindau | An sich ist das Feld am Sander Weg friedlich und ruhig. Doch am Sonnabend versammelte der Club „Geiler Keiler“ dort viele Mofa- und Mokickverrückte zum alljährlichen Rennen. Der elfte Lauf stand auf dem Terminplan und viele Schaulustige verfolgten die staubigen Rennen bei 26 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein. Insgesamt traten 28 Teams mit zwei bis drei Fahrern an. „Eine Trophäe gibt es für alle, aber einige Fahrer spielen auf Sieg“, sagte Veranstalter Rüdiger Hein.

Zwar starteten alle 28 Teams zugleich, doch die Mofa- und Mokick-Klassen wurden getrennt gewertet. „Das ist fairer, da ein Mokick einfach stärker ist als ein Mofa“, sagte Hein. Schon beim Start wurde deutlich, dass es für einige Teams um mehr als nur Spaß ging. Die Fahrer stellten sich in einer Reihe gegenüber ihrer Maschinen auf. Diese wurden von den Mechanikern gehalten. Nach dem Startschuss von Rüdiger Hein rannten die Fahrer in voller Montur zu ihren Maschinen. Einige Fahrer mussten bereits jetzt von ihrem Team angeschoben werden. Insgesamt galt es drei Stunden lang den kurvigen Kurs zu fahren, gezählt wurden die absolvierten Runden. „Dazu haben die Fahrer einen Chip am Ärmel, den sie an den Zähler halten müssen. Den Rest erledigt dann die Technik“, erklärte Hein.

Die „Koppelputzer“ traten mit zwei Teams in der Mofa-Klasse an. „Wir dürfen das, immerhin sind wir schon was älter“, lachte Fahrer Volker Taschner. Das Team hat schon fünf Siege auf dem Konto und am Sonnabend sollte auch der nächste folgen. Nach dem ersten Fahrerwechsel stieg Volker strahlend von seinem Mofa. „Der Kurs ist echt anspruchsvoll, aber es macht irre viel Spaß“, sagte er. „Wir denken uns jedes Jahr einen leicht anderen Kurs aus. Wichtig sind uns viele, möglichst enge Kurven, um die Fahrer zu fordern“, sagte Rüdiger Hein. Aber ohne die vielen freiwilligen Helfer und die Feuerwehr wäre das Event überhaupt nicht zu stemmen, sagte Hein und dankte allen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstalter und Feuerwehr war auch zu jeder Zeit deutlich. So half Hein beim Anschieben und sorgte dafür, dass die Männer, die an der Strecke für Sicherheit sorgten, zu jeder Zeit mit Getränken versorgt waren.

Auch die Zuschauer waren glücklich. Jörg Röschmann schaute beinahe wehmütig auf die Mokicks. „Nächstes Jahr fahre ich hier auch mit“, sagte er. Der Kurs sehe richtig gut aus und auch die Organisation sei klasse, lobte er. In diesem Moment kam neben ihm ein Mokick zum stehen. Sofort sprang das Team auf und reparierte die Maschine, damit es direkt weiter gehen konnte.

„Insgesamt gab es zwei Verletzungen. Eine Schnittwunde und ein geprellter Knöchel. Aber alles in allem nichts Ernstes“, sagte Rüdiger Hein. Schwere Unfälle hätten sie noch nie gehabt. „Wir hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt“, sagte Hein.

Alle Fahrer zusammen absolvierten zusammen 1757 Runden. Der Rekord für die schnellste Runde ging dabei an Marcus Hein, der den Kurs in 1.49,12 Minute absolvierte. Am Ende stand die Siegerehrung an. In der Mofa-Klasse zeigten die „Koppelputzer“, dass sie immer noch zur Elite gehören. Die „Koppelputzer 1“ landeten mit 80 Runden auf Rang 1 in der Mofa Klasse. Es folgte das Team „Voll Normal“ mit 71 Runden. Gerade beim Rennen um Platz zwei war Spannung drin, denn der Drittplatzierte, die „Koppelputzer 2“, kamen ebenfalls auf 71 Runden, waren aber Sekunden nach „Voll normal“ im Ziel.

In der Mokick-Klasse holte sich das „Lars Team“ mit 84 Runden den Sieg. Es folgte die „Fuck you Crew“ mit 83 Runden und „Joey und Pauli“ mit 81 absolvierten Runden.

Zum Abschluss feierten alle Teams bei Live-Musik. Hier wurden noch wichtige Tipps gegeben, um die jeweilige Leistung noch weiter zu verbessern.




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erstellt am 09.Mai.2016 | 06:54 Uhr

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