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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 21:12 Uhr

Hunderallye in den Hüttener Bergen : Knifflige Aufgaben für Mensch und Hund

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erste Hunderallye in den Hüttener Bergen / 70 Teams absolvieren den Parcours in Silberbergen / Aufmerksame Teilnehmer verhindern Waldbrand

Den Tunnel gleich zu Beginn des Parcours kannten viele Hundebesitzer aus der Hundeschule, doch bei den anderen Stationen trat bei Herrchen und Frauchen der Aha-Effekt ein, und sie erfuhren viel Neues über ihren Vierbeiner. Rund 70 Teams aus Mensch und Hund konnte Viktoria Herms bei ihrer Hunderallye durch das Waldgebiet Silberbergen begrüßen. Die Umweltpädagogin aus Damendorf hat schon ähnliche Touren in Trappenkamp organisiert und stellte nun in den Hüttener Bergen den Teams knifflige Aufgaben. „Die Teilnehmer sollen Spaß haben und gleichzeitig etwas lernen“, sagt Viktoria Herms über die Rallye. Unterstützt wurde sie dabei an den Stationen unter anderem von der Tierarztpraxis Windeby, dem Freundeskreis freilebender Wölfe oder den DoggyKids.

An Station drei wartete Landschaftsführerin Sabine Rathmann auf die Teilnehmer. Hier kam es auf das gute Zusammenspiel von Hund und Mensch an. Auf einem kleinen Löffel musste der Hundehalter mit dem Hund an der Leine einen kleinen Holzball sicher um einen Slalomparcours befördern, ohne dass der Hund durch einen Ruck seinen Halter in die Bredouille brachte. Paul Keil aus Fleckeby und sein zehn Jahre alter Border-Collie-Mix „Chico“ hatten bereits volle Punktzahl an Station eins und zwei bekommen. „In der Hundeschule waren wir und an einem Hunderennen haben wir teilgenommen, da war Chico zwei Jahre alt“, erzählt Burga Keil, Mutter von Paul.

Genau beobachten mussten die Hundebesitzer ihre Vierbeiner beim Freundeskreis freilebender Wölfe. Sonja Betancor Suarez ließ die Hunde an Wolfskot schnuppern und die Besitzer sollten das Verhalten ihres Tieres beschreiben. „Typisch sei ein Meideverhalten“, erläuterte die Wolfsexpertin. Die Losung des Wolfes würde dem Hund Respekt einflossen. Zudem würden die Hunde ihr Jacobsonsches Organ einsetzen, dabei leicht mit den Zähnen klappen. „Ein zusätzliches Riechorgan das sich im Rachenraum befindet“, sagt Sonja Betancor Suarez.

Seinen Hund gut unter Kontrolle halten, das war bei Inga Benecke, der Gründerin von Doggykids gefordert. Die Hamburgerin hatte eine Picknicksituation aufgebaut mit allerlei Leckereien auf der Decke, gut erreichbar für den Hund. Außerdem einen Buggy, in dem ein Stofftier, ein essendes, mit Krümeln bedecktes Kleinkind darstellte. Sehr verführerische Situationen für den Hund. „Nehmt ihn kurz“, forderte sie die Teilnehmer auf. „Wir wollen die Hundehalter sensibilisieren, dass auch der zauberhafteste Hund aus der Perspektive eines Kleinkindes riesig wirkt“, sagte Benecke, die in Hamburg und Berlin in Kursen mit Erwachsenen und Kindern Hundephobien abbauen und Kindern den Umgang mit dem besten Freund des Menschen beibringen will.

Viktoria Herms war nach Abschluss der Rallye zufrieden mit der Premiere. „2017 wird es sicherlich eine Wiederholung geben“. Alle Hunde seien grandios gewesen, auch ein Verdienst der zweibeinigen Partner.

 




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erstellt am 22.Jun.2016 | 06:47 Uhr

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