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Eckernförder Zeitung

28. September 2016 | 02:01 Uhr

Kino-Standort Bahnhof hat gepunktet

vom

Standortentscheidung rückt nach Kino-Exkursion näher

Eckernförde | Investoren und Betreiber stehen parat, um in Eckernförde ein neues Kino zu bauen und die lichtspiellose Zeit in Eckernförde zu beenden. Vor 16 Monaten hat der damalige Kinobetreiber Fredy Müller das Kino-Center in der Kieler Straße schließen müssen, weil das Gebäude verkauft und dann abgerissen worden ist. Der Neubau des Geschäftshauses an gleicher Stelle mitten in der Fußgängerzone geht nach anfangs großen Irritationen in der Bevölkerung inzwischen seiner Fertigstellung entgegen - nur einen neuen Kinostandort hat Eckernförde noch immer nicht. Drei Standorte stehen noch zur Wahl: Willers-Jessen-Schule, Bahnhof und Gartenstraße. Im Bauausschuss am 2. September steht das Thema wieder auf der Tagesordnung.

Möglicherweise hat die Kino-Exkursion am vergangenen Montag die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung einen entscheidenden Schritt weitergebracht. 19 Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie vom Green-Screen-Festival wie auch dem Altstadtverein besuchten vergleichbare Kinos mit ähnlichen Konzepten wie die drei Eckernförder Alternativen in Rendsburg (Schauburg), Bad Schwartau und Elmshorn. Wie Bürgermeister Jörg Sibbel gestern auf Anfrage mitteilte, hätte die Eckernförder Delegation wichtige Anregungen und Informationen bekommen, die jetzt in die Entscheidungsfindung einfließen würden. Man habe engagiert geführte Kino erlebt, die konzeptionell an ihren jeweiligen Standorten funktionierten. Die Rendsburger Schauburg sei zentral in einer gewachsenen Gebäudesubstanz untergebracht und könne mit dem Standort Willers-Jessen-Schule verglichen werden. In Bad Schwartau befinde sich das Kino in einem Komplex mit Edeka und Aldi - vergleichbar der Lösung Gartenstraße. Und das Cineplex-Kino im Elmshorner Gewerbegebiet korrespondiere deshalb mit Eckernfördes Bahnhofsstandort, weil Architekt, Investor und Betreiber identisch seien, so Sibbel.

Bei der Willers-Jessen-Schule zeichneten sich - wie berichtet - vor allem vergaberechtliche Probleme ab, die einer zügigen Umsetzung entgegenstehen. In der Gartenstraße mit der Kombilösung Kino-Supermarkt sei in Bad Schwartau deutlich geworden, dass der Baukörper sehr groß werden würde und es fraglich sei, ob er sich harmonisch ins Stadtbild einfügen würde, sagte der Bürgermeister. Das Elmshorner Projekt habe einen "sehr guten Eindruck" gemacht, die Betreiberfamilie Schulz hätte glaubhaft vermittelt, auch am Eckernförder Bahnhof erfolgreich ein Kino bewirtschaften zu können. Sibbel zeigte sich beeindruckt von der "Kompetenz, Erfahrung und Professionalität" der Betreiber, das hätten auch die übrigen Teilnehmer so empfunden. Allerdings müsste der Baukörper in Eckernförde - sollte der Bahnhof tatsächlich als Standort ausgewählt werden - aufgrund des exponierten Lage deutlich höhere qualitative Ansprüche erfüllen als in Elmshorn.

Bekanntlich verhandelt die Stadt derzeit mit der Deutschen Bahn über den Kauf des Bahnhofs. Der Kaufvertrag könnte in vier bis sechs Monaten unterschriftsreif sein, sagte Sibbel. Bekommt die Stadt den Zuschlag, würde sie das Grundstück an Investor Hans-Jürgen Sindram zu einem marktüblichen Preis weiterverkaufen.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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