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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 19:12 Uhr

Hunde besucht Schüler : Kinder lernen gutes Benehmen mit Rüde „Jackson“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hundetrainer Torben Bahr besucht Kita-Gruppe in Borgstedt

Überraschender Besuch in der Wackelzahn-Gruppe des Borgstedter Kindergartens: Die 14 Mädchen und Jungen begrüßten jetzt Hundetrainer Torben Bahr und seinem Labrador „Jackson“. „Die Kinder sollen heute etwas über den Umgang mit Hunden lernen. Dadurch wollen wir ein bisschen Gefahrenprävention betreiben“, erklärte Bahr von der Hundeschule Mittelholstein. Nicht nur vielen Kindern, sondern auch Erwachsenen fehle ein Gespür für die Tiere: „Sie können die Körpersprache nicht lesen.“ Dadurch komme es immer wieder zu Vorfällen, wusste der Verhaltensberater zu berichten.

Die Kinder der Wackelzahn-Gruppe zeigten sich generell unerschrocken. Drei von ihnen haben sogar einen Hund zu Hause, andere kennen die Vierbeiner etwa von Oma und Opa – und alle Hunde, die sie kennen, sind lieb. So bestätigte Conner Kilian im Feuereifer: „Ich hab kein bisschen Angst vor Hunden.“ Immerhin hätten seine Großeltern die Hündin „Mischa“, die sehr verfressen und dick, aber überaus freundlich sei.

Anschließend lernten die Kinder, wie sie sich einem fremden Hund gefahrenfrei nähern: „Ihr müsst immer zuerst fragen, bevor ihr den Hund streichelt. Und ein Nein heißt Nein, denn der Halter kennt sein Tier am besten“, schärfte Bahr den Kindern ein. „Wenn ihr ihn anfassen dürft, solltet ihr euch langsam seitlich nähern, und ein Stück von ihm entfernt stehen bleiben. Dann kann er auf euch zukommen und euch beschnüffeln. Anschließend könnt ihr ihn an der Seite streicheln. Das heißt: Ihr solltet höflich sein und den Hund so behandeln, wie ihr es selbst auch wollt“, erklärte der 40-Jährige. Tabu sei es hingegen, zu schreien, mit den Armen zu fuchteln, zu springen, sich über den Hund zu beugen oder ihn zu umarmen. „Ihr solltet euch auch nicht frontal vor ihn stellen und ihm direkt in die Augen sehen. Unter Hunden ist das nämlich eine Droh-Gebärde“, so der Fachmann. Anschließend lernten die Kinder, anhand welcher Merkmale sie unterscheiden können, ob ein Hund neutral-freundlich, ängstlich oder aggressiv ist. Nur freundlichen Hunden dürften sie sich nähern und sie streicheln – nach vorheriger Genehmigung.

Nach dem theoretischen Part folgte die Praxis. Wer wollte, durfte an Jackson herantreten und ihn streicheln. Abgesehen von den Streicheleinheiten sprang für den stattlichen Rüden pro Kind ein Leckerli raus – und ganz in Labrador-Manier hatte der daraufhin nur noch Augen für die kleinen Köstlichkeiten. Zum Abschluss des Besuchs durfte jedes Kind den Hund auf dem Hof vor dem Kindergarten an der Leine führen. „Achtet darauf, dass ihr mit ihm Gassi geht und nicht er mit euch“, ermunterte Torben Bahr seine jungen Schützlinge, die jetzt wissen, was zu tun ist, wenn sie das nächste Mal einen fremden Hund treffen.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 06:27 Uhr

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