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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Unterstützung : Kieler Schüler laufen für den Flüchtlingsbeirat

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Privatschule Düsternbrook überreicht einen Scheck über 1000 Euro für die Integrationsarbeit.

Gettorf/Kiel | „Where are you from?“, „Why did you come to Germany?“, „How difficult was it to come here?“, „How do you feel in Germany so far?“ Die Schüler der 10. Klassen im English-Kurs von Dr. Otto Morris, Geschichts- und Englisch-Lehrer an der Privatschule Düsternbrook in Kiel, hatten viele Fragen an den 25-jährigen Noua Daha und den 24-jährigen Murad Kefo. Die beiden Syrer wohnen in Gettorf und werden vom Flüchtlingsbeirat Dänischer Wohld betreut. Ausführlich berichteten sie den Schülern von ihrer Flucht. Ein Geben und Nehmen. Denn anlässlich des Besuchs durfte Christian-Albrecht Schnarke, Sprecher des Flüchtlingsbeirats Dänischer Wohld, einen Scheck über 1  000 Euro für seine Organisation mitnehmen. Das Geld stammt aus dem Erlös des Schüler-Sponsorenlauf der Schule im vergangenen Herbst, bei dem rund 4  000 Euro zusammengekommen waren. Der Kontakt zwischen Christian-Albrecht Schnarke und der Schule rührt aus persönlichen Beziehungen. Das Geld für die Integrationsarbeit mit Flüchtlingen geben Schule und Schüler gerne. „Man sieht in den Medien immer nur, wie Flüchtlinge in Deutschland ankommen“, sagte Schulleiterin Monika Schröder. „Ich finde es gut, wenn die Schüler sehen, was für Schicksale dahinter stehen. Und wir wollen ihnen auch zeigen, wer sich wie um die Integration kümmert, wie mühsam das ist und wo das Geld bleibt.“

Schnarke dankte der Schulleitung und den Schülern sehr, dass sie dabei an den Flüchtlingsbeirat Dänischer Wohld gedacht haben. Er schilderte, wie die 120 ehrenamtlich Tätigen in und um Gettorf die zugewiesenen Geflüchteten willkommen heißen, ihnen Orientierung geben, sie zum Einkaufen, zu Ärzten und Behörden begleiten und vor Ort für Sprachkurse und angemessene Unterbringung sorgen. „Dafür brauchen wir dringend Geld“, betonte Schnarke. „Vor allem für Übersetzungen, Dolmetscher bei Arztbesuchen und unsere Fahrradwerkstatt.“

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