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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 10:04 Uhr

Führungswechsel bei Green Screen : Kein Platz für Wehmut: Grotes furioser Abschied, Steffens’ verheißungsvoller Einstieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der langjährige Festivalleiter Gerald Grote hat sich am Freitagabend mit einer kleinen Foto-Show vom Helferteam verabschiedet. ZDF-Moderator Dirk Steffens übernimmt.

Eckernförde | Er ist sich treu bis zuletzt. Keine salbungsvollen Worte, keine sentimentalen Schlussworte oder tränenreiche Umarmungen zu seinem Abschied und Ende seiner erfolgreichen Ära, sondern eine hinreißend witzige Foto-Show mit Applausometer auf der Brust und hohem Unterhaltungswert. Gerald Grote hat die große und von ihm selbst erbaute Green Screen-Bühne so verlassen, wie ihn seine Weggefährten, die Eckernförder, Naturfilmer und Medienleute kennen, schätzen und sicher hier und da auch lieben gelernt haben: mit übersprudelndem Wortwitz, unwiderstehlichem Humor und einer einzigartigen Mischung aus Slapstick und Kreativität. Noch einmal – zum letzten Mal (?) – blitzte beim Green Screen-Helfertreffen am Freitagabend im Stadthotel sein blitzgescheite Gabe auf, seine Zuhörer auf unnachahmliche Weise für das Internationale Naturfilmfestival und so ganz nebenbei auch für den Erhalt der Lebensgrundlagen zu begeistern. Ein Beispiel dafür war auch sein vorerst letzter Akt – ein Foto-Streifzug voller Skurrilitäten und Anspielungen durchs Green Screen-Archiv mit 21  000 Bildern, die Grote alle durchgesehen haben will.

Danach verkündete er, dass seine Zeit nun gekommen sei und mit dem bundesweit bekannten und „Terra X“-Moderator Dirk Steffens ein neuer Festivalleiter gefunden wurde, der dem Festival neue Impulse verleihen und es weiterentwickeln könne. Das versammelte Green Screen-Team feierte Gerald Grote mit stehenden Ovationen.

„Ohne Dich gäbe es kein Green Screen, ohne Dich ist Green Screen schwer vorstellbar“, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Ulrike Lafrenz. Sein Witz, seine Hintergründigkeit und seine intelligenten Sprüche seien unerreicht. „Es ist Dir mit Leichtigkeit gelungen, einen ganzen Saal zu unterhalten und zu begeistern.“ Grote sei das Gesicht des Festivals und habe wie kein anderer die „Freude und Stimmung rübergebracht – danke!“

Für Gerald Grote hatte sie ein Flachgeschenk dabei, für den neuen Festivalleiter ein grünes Helfer-Shirt, das Dirk Steffens auch sofort überzog. Grote habe mit seinem Team „Wunderbares geleistet“. Green Screen mit seiner ehrenamtlichen Basis und der von der ganzen Stadt getragenen Begeisterung sei „in so guter Verfassung, wir wollen genau so weitermachen.“ Nur „oben drüber“ auf bundesweiter Bühne könne Green Screen noch „ein bisschen wachsen“, sagte Dirk Steffens, der künftig sein in 25 Jahren Naturfilmer- und Medientätigkeit gewachsenes Netzwerk und seine Popularität dazu nutzen dürfte, Green Screen noch bekannter zu machen und außergewöhnliche Gäste wie vielleicht die weltberühmte britische Verhaltensforscherin Jane Goodall, für deren Institut er sich ehrenamtlich engagiert, nach Eckernförde zu holen.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 06:30 Uhr

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