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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 01:31 Uhr

Gebühren für Feuerwehr : Katzenrettung wird deutlich billiger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinden im Amt Hüttener Berge verabschieden neue Gebührensatzungen für Einsätze der freiwilligen Feuerwehren

Brekendorf/Groß Wittensee | Ob Brände, Unfälle oder Überschwemmungen – wenn es brenzlig wird, stehen die Feuerwehren der Gemeinden bereit. Aber was ist der Einsatz der freiwilligen Helfer wert? Diese Frage wird derzeit in allen Gemeinden des Amtes Hüttener Berge diskutiert, denn die Gebührensatzungen der Brandbekämpfer stehen auf dem Prüfstand. Bereits jetzt wird klar: In vielen Fällen sinken die Beiträge künftig.

Als eine der ersten Gemeinden hat Brekendorf eine neue Satzung für seine 40 Mann starke Wehr verabschiedet. Dort wurden die Gebühren um satte 50 Prozent gekürzt. Während die im Jahr 2012 erlassene Satzung bislang 39 Euro pro Feuerwehrmann und Stunde für Einsätze festschrieb, sind es jetzt nur noch 19,50 Euro. Ebenso verhält es sich bei Fahrzeugen: Während immer 20 Euro pro Stunde fällig wurden, sind es jetzt nur noch 10,50 Euro. Auch die Pauschale für Fehlalarme von Brandmeldeanlagen ist stark gesunken: Von 300 auf nun nur noch 180 Euro. Bürgermeister Gerhard Guthardt erklärte auf Nachfrage der Landeszeitung, dass die Gebühren der alten Satzung lediglich „über den Daumen“ angesetzt worden waren. „Wäre es zu einer Klage dagegen gekommen, wäre die Satzung nie haltbar gewesen“, sagte er. Andreas Hoffmann von der Amtsverwaltung bestätigte: „Die Kalkulation muss aktuell sein, damit sie rechtlich nicht anfechtbar ist.“ Das Amt hat nun eine Mustersatzung erarbeitet, die in allen Kommunen in den Hüttener Bergen gelten soll. „Einige Gemeinden haben noch gar keine Satzung, in anderen war die Kalkulation nicht aktuell“, erklärte Hoffmann. Die Gebühren werden in dem Werk für jede Ortswehr individuell berechnet. Die jährlichen Kosten werden dabei durch die geleisteten Einsatz- und Übungsstunden geteilt. „Die Größe der Wehr spielt also eine wichtige Rolle“, so Hoffmann. Dabei kam heraus, dass die Sätze in den meisten Gemeinden – wie in Brekendorf – sinken.

Mit einer Rechnung von der Feuerwehr ist dennoch auch in Zukunft in den wenigsten Fällen zu rechnen. Einsätze bei Bränden und zur Rettung von Leib und Leben sowie bei Naturkatastrophen bleiben kostenfrei. Das schreibt das Brandschutzgesetz des Landes vor. Das gilt auch bei Einsätzen, die durch Rauchmelder ausgelöst werden. Zur Kasse gebeten kann jedoch jeder, der vorsätzlich einen Schaden verursacht oder ohne Grund die Feuerwehr ruft. Auch Kosten für Sonderlöschmittel bei Bränden in Gewerbe- und Industriebetrieben werden berechnet.

Die geringeren Gebühren werden zumindest in Brekendorf wohl nicht dafür sorgen, dass weniger Geld in die Kasse kommt. „Bei uns wurde bislang noch nie ein Bescheid erlassen“, sagte Gerhard Guthardt. Auch bei großen Veranstaltungen, etwa vom Sportverein, bei denen zur Sicherheit Wehrleute vor Ort sein müssen, sei nie eine Rechnung geschrieben worden.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 15:19 Uhr

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