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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 21:24 Uhr

Windkraft : Kampf um Einfluss bei Windkraft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde will sich durch Planentwurf Einfluss auf Windkraftpläne des Landes sichern / Land fördert Straßenbau

Waabs | Die Gemeinde hatte in der Vergangenheit gemeinsam mit Loose Eignungsflächen für Windenergie ermittelt und dem Land gemeldet (wir berichteten). 2015 wurden im Gemeindegebiet Waabs und in der benachbarten Gemeinde Loose beantragte Windkraftanlagen vom Land genehmigt (mit Ausnahme einer Anlage in Loose, bei der das Verfahren noch läuft). Am 6. Dezember werden nun neue Planungen für weitere Windkraftanlagen vom Land bekannt gegeben. Besonders betroffen von den Plänen werden voraussichtlich Gebiete im Raum Rendsburg-Eckernförde sein – womit auch Waabs infrage kommt. Um ein gewisses Maß an Einfluss auf diese Pläne zu erhalten, beschlossen die Vertreter des Bau-, Planungs-, Wege- und Umweltausschusses auf ihrer Sitzung, einen entsprechenden Planentwurf ausarbeiten zu lassen. Das betroffene Gebiet liegt östlich Osterhof, nordwestlich Ludwigsburg und südlich Altilewitt.

„Wo wir noch Einflussmöglichkeiten haben, sollten wir sie nutzen“, erklärte Ausschussvorsitzender Heinz Haller. „Deshalb ist, denke ich, eine Bauleitplanung erforderlich.“ Durch einen Planentwurf kann die Gemeinde etwa Flächen bestimmen, die sie als ungeeignet für Windräder einschätzt. Haller machte aber auch klar: „Wenn das Land es will, kann es auch eine Sperre durch die Gemeinde aufheben.“ Entsprechend groß war das Misstrauen im Ausschuss gegenüber den Landesplänen. Vereinzelt wurde der Sinn eines Planentwurfs angesichts der letztendlichen absoluten Entscheidungsgewalt des Lands bezweifelt. Mit der Ausarbeitung des Entwurfs wird ein Planungsbüro beauftragt.

Die Sanierung der Straße Karlsminde, abgehend von der L26 bis zum Campingplatz Karlsminde, wird vom Land mit 220  000 Euro bezuschusst. Die Gesamtkosten liegen bei veranschlagten 440  000 Euro. Die anliegenden Ländereien gehören zum großen Teil einem einzigen Eigentümer. Welchen Kostenanteil dieser und welchen die Gemeinde übernimmt, wird zurzeit noch geklärt. Der Antrag auf Bezuschussung an das Land hatte sich in der Vergangenheit verzögert, weil Eigentumsrechte an einem Teil der anliegenden Ländereien zunächst geklärt werden mussten. Formal nicht zugeordnete Landstücke, welche der Gemeinde gehören, wurden nun als Gemeindegebiet eingetragen. Damit steht dem Beginn der Arbeiten im Frühjahr nächsten Jahres nichts mehr im Wege.

Im Plattenweg zwischen Ludwigsburg und Rothensande sind Absenkungen aufgetreten. Bruno Kruse, Vorsitzender des Finanzausschusses, sprach von bis zu fünf Zentimeter starken, großflächigen Vertiefungen. „Aus meiner Sicht müsste man hier unbedingt noch vor dem Frühjahr eine Sanierung vornehmen“, so Kruse. In ihrem jetzigen Zustand stelle die Strecke eine Gefahr etwa führ Radfahrer da. Bei Unfällen sei die Gemeinde regresspflichtig.

Der gemeindeeigene Radweg-Abschnitt in Ludwigsburg südlich der L26 ist ein Jahr nach seinem Bau bereits an vielen Stellen aufgesprungen. Man habe dies mit dem Bauamt besprochen, so Haller, dort werde man sich um die Angelegenheit kümmern.

Der Antrag eines Bürgers auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer entlang der Straße Neuschlag wurde abgelehnt. Laut Ausschuss bestehen keine legitimen Gründe für ein solches Tempolimit.

Ein Parkverbot wird im Bereich des Wendehammers „Waterblick/Ostseestraße“, Ortsteil Langholz eingerichtet. Dies sei erforderlich, weil in diesem Abschnitt Fahrzeuge parkten und damit den Verkehr behinderten, heißt es in der Begründung des Ausschusses.

Thomas Luplow wurde als wählbarer Bürger für die Tätigkeit im Bauausschuss verpflichtet.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 05:59 Uhr

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