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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Green Screen : Kalt, aber atmosphärisch – 500 Gäste beim Strandkino

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Green Screen Angebot kommt erneut gut an. „Shark Girl“ als Hauptfilm. Viele Hintergrundinformationen.

Eclermförde | Freiluftkino ist schon aus der Zeit der Autokinos bekannt. Aber auch in Eckernförde gilt das „Filmegucken“ unter freiem Himmel inzwischen als selbstverständlich. Ob beim Bonbon-, Räucher- oder Strandkino – dank Green Screen gibt es stets etwas Interessantes und Unterhaltsames zu sehen.

So auch beim vierten Strandkino am Freitagabend, als sich rund 500 Zuschauer trotz frischen Ostseewindes und nicht gerade strandtauglichen Temperaturen, vor die sechs mal vier Meter große Leinwand locken ließen. Hatten viele am Nachmittag bei Nieselregen noch gezögert, am Abend loszugehen, sorgte teilweise sternenklarer Himmel doch noch für reichlich Zuschauer, die kurz vor Beginn noch anrückten.

„Ich habe eigentlich nur mit 100 Besuchern gerechnet“, gestand Mitorganisator Dr. Carsten Füg. Eine, die sich vom Wetter nicht abhalten ließ und sogar mit dem Fahrrad aus Barkelsby kam, war Brigitte Ina. Dick angezogen ist sie Zuschauerin aus Überzeugung: „Ich habe bisher alle Vorstellungen gesehen und finde die Atmosphäre am Strand toll“. Gummistiefel und Regenzeug trugen auch Karin Kreutner und Tochter Felicia-Habea aus Eschwege. Als Ostseeurlauber wollten sie die Veranstaltung kennenlernen, von der sie in der Zeitung gelesen hatten.

Unterstützt von Sponsor Dr. Sebastian Irmer von der Alten Post-Praxis und moderiert von Jan-Ole Hoffmann begann das Programm mit ein paar neugierig machenden Trailern zu Filmen des bevor stehenden Festivals. Auch erhielten die Zuschauer mit Jan Hafts Streifen „Wie entsteht ein Naturfilm?“ einen Einblick in die Arbeit der Filmemacher, denn was wie ein Spaziergang durch die Wildnis wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis von vielen Monaten und sogar Jahren Arbeit. Ob atemberaubende Zeitrafferaufnahmen, Attacken von Tieren gegen die Kamera, oder der Weg zu entlegenen Drehorten in Wüste oder Eis – der dargestellte Aufwand rang den Zuschauer viel Beifall ab.

Dass Filmemachen auch Jugendlichen Spaß macht, bewies ein kleiner Trickfilm über den Kreislauf des Lebens, der im Green Screen Trickfilmseminar entstand. Natürlich wurde das „Making of“ dazu den Zuschauern nicht vorenthalten.

Nachdenklich machte die Einführung zum Hauptfilm „Shark Girl“. Weltweiter Konsum von Haifischflossen, dazu die menschliche Grundangst vor einem Tier, das die Menschen eher meidet als angreift und damit permanent bejagt wird, ließ den Hai zur gefährdeten Tierart werden. Protagonistin in „Shark Girl“, die 20-jährige Australierin Madison Stewart, hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die von der Existenz bedrohten Kreaturen einzutreten. Seit ihrem 14. Lebensjahr taucht sie mit Haien, zeigt den Zuschauern, wie man einen Hai durch Kitzeln unter der Nase in Trance versetzt und berichtet von ihrer Kampagne gegen das Abschlachten und Shark-Finning, bei dem den Tieren bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten werden. Zurück ins Meer geworfen, verenden die so verstümmelten Haie qualvoll. Eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen zeigen dabei, dass der schlechte Ruf der Tiere nicht gerechtfertigt ist. Mit auf den Weg bekamen die Zuschauer, dass eine Studie des „Spiegel-Magazins“ belegt, dass in Deutschland jährlich etwa 300 Menschen durch Kugelschreibergebrauch sterben, jedoch weltweit durch Haiangriffe nur 110 Personen umkommen.

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