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Eckernförder Zeitung

27. Mai 2016 | 18:10 Uhr

Projekt Juniorwahlen : Junge Wähler bekommen eine Stimme

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei den Juniorwahlen am BBZ wird die Bundestagswahl nach allen Regeln durchgespielt. Warum die CDU bei den jungen Schülern verliert und die Linke gewinnt, erklärten die Schüler am Wahltag.

Für die Schüler des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Eckernförde war gestern schon Wahltag. Bis 13 Uhr konnten sie ihre Stimmzettel in die Wahlurne in der Aula werfen und ihren ganz eigenen Bundestag wählen. Aber natürlich nur, wenn sie auch im Wählerverzeichnis registriert waren und ihren Wahlberechtigungsschein vorlegen konnten. Bei dem Projekt Juniorwahlen ist eben alles, wie bei der richtigen Bundestagswahl am kommenden Sonntag, die ebenfalls hier in der Schule stattfindet.

Bereits zum zweiten Mal nimmt das BBZ an dem größten Schulprojekt zur politischen Bildung teil. Im Vorfeld zur Bundestagswahl haben sie sich im Wirtschaftspolitik-Unterricht intensiv mit dem Thema Wahlen auseinandergesetzt, erzählten die Lehrerinnen Andrea Gutzmer und Carola Feierling. Wie wird überhaupt gewählt, welche Parteien stehen zur Wahl und was fordern sie überhaupt? Mit all diesen Fragen haben sich die Schüler im Unterricht beschäftigt, bevor sie gestern dann ihre eigene Stimme abgeben konnten.

Insgesamt 300 Schüler sind im Wählerverzeichnis der Schule aufgeführt, erklärte Wahlvorsteher David Michaelis (26). Dass hier auch die unter 18-Jährigen eine Stimme bekommen, findet er besonders gut an dem Projekt. Schriftführerin Alexa Lang (20) stimmte ihm zu und meint, dass die Wahlen so viel näher an die Schüler herangetragen werden.

Auch dass am Morgen noch drei Politikstudentinnen aus Kiel in die Schule gekommen sind, um mit ihnen zu diskutieren, hält sie für eine gute Idee. Hier ging es unter anderem um die Frage, ob eine Wahlpflicht wie in Belgien eingeführt werden soll. Auch mit einem Politiker konnten die Schüler am Morgen noch sprechen: „Wir haben Herrn Karstens von den Linken telefonisch erreicht und ihm Fragen gestellt“, erzählt die Schülerin.

Lina Wienstrath (16) und Michelle Suhr (17) gehörten zu den ersten Klassen, die ihre Stimme gestern Vormittag abgeben konnten. Auch sie sind von den Juniorwahlen überzeugt: „Ich finde es cool, dass auch mal die Jüngeren eine Stimme bekommen“, sagt sie. Für das Wahlergebnis prophezeit sie der CDU erheblich weniger Stimmen, als in der Realität. Die Partei sei zu konservativ und mehr etwas für die ältere Generation. Für die Linke vermute sie hingegen mehr Stimmen der jungen Wähler, als bei der tatsächlichen Wahl.

Doch wie das Ergebnis der Schule tatsächlich aussehen wird, das erfahren die Schüler erst am Sonntag um 18 Uhr, wenn auch die tatsächlichen Zahlen der Bundestagswahl bekannt gegeben werden. Jetzt ist das Ergebnis aber bereits auf dem Weg nach Berlin. Hier wird es mit mehr als 500 000 Stimmen von Schülern aus ganz Deutschland zusammengezählt. Auf der Internetseite www.juniorwahl.de können die Ergebnisse dann eingesehen werden.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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