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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 22:23 Uhr

Jet-Skis unter Beobachtung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürger nehmen zunehmend Anstoß am Freizeitvergnügen Einzelner auf ihren lauten Wassermotorrädern

Mit der sommerlichen Ruhe an den Küsten der Eckernförder Bucht ist es spätestens dann vorbei, wenn im Sommer die Wassermotorräder angeschmissen werden. Die Jet-Skis sind laut, sehr laut und die Fahrer schert es bei ihrem Freizeitvergnügen in der Regel wenig, wenn die Menschen sich am Strand erholen wollen. Die Ruhestörung und der Lärm sind das eine, die Gefährdung von Wasservögeln und Meeressäugern wie dem Schweinswal das andere. Ein Bürger hat sich nun mit einer Eingabe ratsuchend an den Umweltausschuss gewandt und darin beklagt, dass in der Eckernförder Bucht zunehmend Jet-Skis unterwegs sind und dabei teilweise auch durch Schutzgebiete fahren würden. Man soll doch prüfen, ob man Jet-Skis nicht aus den städtischen Häfen sowie von den Campingplätzen der Umgebung verbannen kann.

Ganz so einfach ist das offenbar nicht. Klaus Kaschke, Leiter des Ordnungsamtes, erklärte zwar, dass das Befahren der Wasserfläche in öffentlichen wie privaten Häfen mit Jet-Skis und Surfbrettern verboten sei. Nicht befahren werden dürften zudem ausgewiesene Schifffahrtsstraßen, so Kaschke weiter. Die Eckernförder Bucht jedoch falle nicht in diese Kategorie und dürfe von Jet-Skis befahren werden. Ebenfalls gestattet werden müsse es, wenn Jet-Ski-Fahrer langsam durch einen Hafen zu ihrem Zielgebiet in einem freigegebenen Gewässer fahren. „Wenn sie vom Sportboothafen langsam in Richtung Bucht fahren, ist das wohl nicht zu verbieten“, sagte Kaschke. Allerdings müssten sich Jet–Ski-Fahrer an die Vorschriften halten, dürften keine anderen Wassersportler oder Badegäste gefährden, müssten 500 Meter Abstand zur Badezone einhalten und sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.

Aus Sicht des Vogel- und Naturschutzes sieht der städtische Naturschutzexperte Michael Packschies keine Handhabe gegen Jet-Ski-Fahrer, weil diese nur im Sommer unterwegs seien – einer Zeit, in der im Gegensatz zum Winter keine Rast- und Ruhevorschriften für Zugvögel gelten würden.

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