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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 07:56 Uhr

Bildungsreise mit der Förde-Vhs : Intensives Rendezvous mit einer Millionenstadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Studienreisen mit der Förde-VHS bieten mehr. Reiseleiterin Irina Thießen stellte St. Petersburg vor.

Altenholz | Es sind keine Reisen, wie aus dem Reisekatalalog oder dem Internet – die Studienreisen der Förde VHS haben einen Bildungsanspruch. Dass die außergewöhnliche Angebote, neben ganz vielen kulturellen Höhepunkten und spannenden Informationen, aber auch jede Menge Spaß bieten, davon berichten die Mitglieder einer Reisegruppe, die Ende Mai zehn Tage zu Gast in der zweitgrößten Stadt Russlands, St. Petersburg, waren – und voller bunter Eindrücke und lebhafter Erinnerungen zurück gekommen sind.

Die Förde VHS beschreibt sie als Studienreisen. „Natürlich decken wir dabei auch das normale Touristenprogramm ab“, berichtet Irina Thießen. Die gebürtige Russin organisierte diese Reise, wie bereits viele andere davor. Sie hat Geschichte und Rechtswissenschaften studiert – zwei abgeschlossene Studien: eins in Russland und eins in Deutschland – und ist darüber hinaus ausgebildete Reiseleiterin für Moskau, Sibirien und St. Petersburg. „Aber St. Petersburg ist meine Lieblingsstadt“, verrät sie. Thießen möchte ihre Heimat den Menschen in Norddeutschland näher bringen, „bekannt und populär machen“, sagt sie – und sie weiß, wie es geht. „Irina hat gleich dafür gesorgt, dass wir nicht nur die Schokoladenseite der Stadt sehen. Wir sind vom ersten Tag an U-Bahn, Straßenbahn und Bus gefahren und waren ganz nah an den Menschen. So lernt man eine Stadt viel besser kennen“, erklärt Reiseteilnehmer Peter Hankemeier. „Ich wollte alle fit machen“, sagt die Reisebegleiterin. In St. Petersburg sind alle Schilder in kyrillischer Schrift – die ersten Wörter auf Russisch waren schnell gelernt. „Was Eingang und Ausgang bedeutet wussten wir schnell“, berichtet Sabine Bahnsen. Einen Live-Russisch-Kurs gab es bei den Besichtigungen nebenbei – Eintrittskarten mussten die Reisenden nach kurzer Anleitung selbst kaufen.

Die berühmten Straßen, Plätze und Kirchen, die Zarresidenzen, das Bernsteinzimmer, Tagesausflüge nach Peterhof, Pawlowsk und Gattschina, eine Nachtfahrt auf der Newa, wenn alle Brücken hochgezogen werden – das Programm ist sorgsam ausgearbeitet. Viele Tickets werden vorgebucht, um unnötiges Anstellen zu vermeiden. Ein besonderer Höhepunkt, und allen gut in Erinnerg, war die Weltpremiere einer Ballettaufführung im Mikhailovsky Theater.

Aber das jeweilige Tagesprogramm von 9 bis 15 Uhr bildetet nur das Gerüst, danach kam die Spontaneität ins Spiel. Ein besonderes Theaterstück? Eine zusätzlich Bootsfahrt? Ein Kneipenbesuch, bei dem auch schon mal ein Reiseteilnehmer auf die Bühne durfte? Alles kein Problem. Anstrengend? „Nein, müde waren wir nicht. Wir sind nie vor Mitternacht ins Bett gegangen“, sagt Irina Thießen lachend. Den Abend ließen die zehn Norddeutschen in der Bar im achten Stock ihres Hotels direkt am Nevskij Prospekt ausklingen. „Da hatten wir Gelegenheit persönlich ins Gespräch zu kommen“, berichtet die Reiseleiterin, die seit zehn Jahren in Altenholz lebt.

Den letzten Tag der Reise hatten alle zur freien Verfügung. Da sie aber schon einen guten Überblick gewinnen konnten und sich mit den öffentlichen Verkehrmitteln auskannten, war das auch kein Problem. Jeder erfüllte sich am Ende noch den Wunsch, der sich in den vorangegangenen Tagen ausgeprägt hatte: Einige machten eine Dostojewski-Tour, andere wollten mal ein Fabergé-Ei sehen, wieder andere in den Sommergarten. Am Ende stiegen alle voller Eindrücke wieder in das Flugzeug nach Hamburg.

Die Studienreisen der Förde-VHS sind für kleinere Gruppen bis zu 15 Personen konzipiert. Die Teilnehmer treffen sich vorher mehrmals, um sich kennenzulernen und erste Wünsche bezüglich der Reiseinhalte zu äußern. Die Hotels werden in Hinblick auf eine größere Zahl an Einzelzimmern gebucht, weil die Studienreisen auch bei Alleinreisenden beliebt sind. Oft halten die Reiseteilnehmer nach der Tour noch Kontakt oder die VHS bietet Nachbereitungstreffen an, wie Dr. Ursula Dinse, bei der Förde VHS zuständig für Kultur und Gesundheit, berichtet.

Diese Reise nach St. Petersburg war auch für Irina Thießen eine besondere. „Es waren echte Typen dabei, aber es hat einfach gepasst“, sagt sie. „Alle haben sich toll ergänzt und gegenseitig voneinander profitiert“, erklärt Gerhard Köck, der sich schon für die nächste Reise mit Irina hat vormerken lassen. Im kommenden Jahr wird sie zwei Russlandreisen für die Förde-VHS vorbereiten: eine literarische Reise durch Moskau im Mai 2017 und eine „Seekreuzfahrt“ im Juli auf dem Baikalsee. > www.foerde-vhs.de

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erstellt am 29.Jun.2016 | 06:00 Uhr

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