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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 03:33 Uhr

Apfeltag : Informieren und Probieren beim Apfeltag

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eröffnung der Apfel-Saison mit dem 18. Apfeltag im Umwelt-Informations-Zentrum Eckernförde / Sabine Rief ist seit 20 Jahren Leiterin des UIZ

Eckernförde | Wer kennt es nicht, das englische Sprichwort, wonach ein Apfel pro Tag den Gang zum Arzt ersetzt? Am Sonnabend konnten sich die Freunde dieser traditionellen Obstsorte im Umwelt-Informations-Zentrum (UIZ) am Noorwanderweg ausgiebig über regionale Apfelsorten am Apfeltag informieren.

Sabine Rief vom UIZ hatte 88 Apfelsorten von den Eckernförder Streuobstwiesen zusammengetragen und betonte: „In erster Linie stellen wir hier alte, regionale Apfelsorten vor, die sonst vom Aussterben bedroht sind. Die Besucher erhalten die Möglichkeit, diese alten Sorten kennenzulernen und zu verkosten.“ Insgesamt gibt es auf den Streuobstwiesen Eckernfördes über 200 verschiedene Apfelsorten an über 600 Bäumen, dazu gehören solch verlockende Bezeichnungen wie der duftende Himbeerapfel oder der Danziger Kantapfel, der seinen Namen tatsächlich einer Kante verdankt, die auf der Außenschale des Apfels sichtbar verläuft. Eine weitere Sorte heißt Zitronenapfel, da Form und Farbe an die gelbe Zitrusfrucht erinnern.

Der Umweltbeauftragte der Stadt, Michael Packschies, wird die ersten Streuobstwiesen in Eckernförde an den Domslandwiesen ab Montag für die Allgemeinheit freigeben, so dass sich jeder Apfelfreund bedienen kann. Die Äpfel werden allerdings nur in haushaltsüblicher Menge an die Selbstpflücker abgegeben, so dass auch alle vom Ertrag etwas abbekommen. Dann folgen die Streuobstwiesen am Eimersee, die Apfelbäume an der nach ihren Sponsoren Yumiko und Shigeo Kato genannten Japanerallee, die Apfel-Wiesen an den Borbyer Hufen und am Sandkruggelände.

Nicht nur der Apfeltag, auch ein weiterer, wichtiger Anlass wurde am Sonnabendnachmittag im UIZ gefeiert: Seit 20 Jahren ist Sabine Rief Leiterin dieses Infozentrums. Das Zentrum bietet allen die Möglichkeit, Wichtiges über Natur und Umwelt in Theorie und Praxis zu erfahren. Das Zentrum wurde vor 20 Jahren unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet und war eine Idee von Michael Mittendorf, der zu dieser Zeit die Jugendabteilung des Naturschutzbundes Eckernförde leitete. Daher ließ es sich auch der Ideengeber nicht nehmen, zu diesem besonderen Jubiläum von seinem Domizil an der Westküste nach Eckernförde zu kommen und mit den vielen Gratulanten Sabine Rief zu beglückwünschen und vor allem zu überraschen. Für eine besonders gelungene Überraschung sorgten der Leiter vom Ostsee-Info-Center, Claus Müller, und seine Frau Suse mit einer selbstgebackenen Apfeltorte und 20 in Äpfel gesteckten Kerzen.

Den ganzen Nachmittag über wurden ausgiebig nicht nur die angebotenen Äpfel probiert. Alles, was vom UIZ rund um den Apfel vorbereitet und angeboten wurde, fand großen Zuspruch. Ob nun Apfelgelee mit allerlei Zutaten, Apfelwaffeln, Apfelkuchen und Apfelsaft von den Eckernförder Obstwiesen oder Würstchen und Stockbrot vom Außenfeuer – alles fand großen Zuspruch. Britta Pohl und Olav Niemann waren extra aus Kiel zum Apfeltag gekommen. „Ich habe Neurodermitis“ sagte Britta Pohl „und reagiere daher allergisch auf viele Obstsorten. Nun habe ich gehört, dass die alten Obstsorten gut verträglich sind und erfreulicherweise vertrage ich diese Äpfel bestens. Dieser Ausflug hat sich gelohnt.“

 


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erstellt am 26.Sep.2016 | 06:15 Uhr

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