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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

improvisation gefragt : In der Apotheke wird gerockt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die lange Einkaufsnacht „Kassenschlager“ fand am Donnerstagabend bei 13 Grad und Regen statt. Nur wenige Besucher fanden den Weg zum Laternenflohmarkt.

Eclernförde | Fetzige Livemusik mit einer schwungvollen Sängerin in einer Apotheke, umgeben von Kopfschmerztabletten, Fieberzäpfchen oder Schönheitscremes – das gibt es nicht alle Tage. Die lange Einkaufsnacht des Wirtschaftskreises Eckernförde (WKE), der „Kassenschlager“ am Donnerstagabend machte dieses ungewöhnliche Event möglich. Die Band „Soltoros“ feierte in den Geschäftsräumen der Nicolai-Apotheke eine richtige Session. Geplant hatten die Organisatoren des WKE, allen voran Claudia Kunkowski, eine lange Einkaufsnacht bis 22 Uhr bei sommerlichen Temperaturen und Livemusik an sechs ausgewählten Orten in der Innenstadt. Tatsächlich waren es 13 Grad bei beständigem Sprühregenschauern – ein eher herbstlich anmutendes Wetter, das für Gitarre und Percussion auf Dauer beileibe nicht gut war.

„So ist es also im Norden in der Apotheke. Es wird nicht nur verkauft, es wird auch Musik gemacht“, staunte Elke Helfreich. Die Urlauberin aus Düsseldorf arbeitet selbst in einer Apotheke. Denn als der Regen nicht nachlassen wollte, funktionierten Apotheken-Inhaber Harald Brückner und seine Frau Mauela diese kurzerhand um in eine Musik-Location und holten die Band von draußen ins Warme. „Auch für uns war das eine Premiere“, so Manuela Brückner, „es war kuschelig, es war wirklich nett.“ Der Meinung schienen auch die Musiker der „Soltoros“, Peggy Sunday, Jens Bruns und Torsten Ziemann zu sein – sie spielten bis 22.30 Uhr. Auch Julian Taylor in den Clara-Höfen ließ sich vom Wetter nicht entmutigen. Armin Heldt und seine Mannen musizierten im Café und stellten eine Box nach draußen, so dass sie auf der Straße zu hören waren. Am Ende der Hörn hatten die Franz-Betriebe Buden und eine Bühne für die Band „Crank It Up“ aufgebaut, die Rock’n Roll und Soul spielte. Ohne Windjacke, Mütze und Regenschirm ging am Donnerstagabend gar nichts. So waren vergleichsweise nur wenig Besucher in der Innenstadt unterwegs. „Aber diejenigen, die da waren, waren bester Stimmung“, erklärt Organisatorin Claudia Kunkowski, „es steht und fällt einfach mit dem Wetter.“

Das galt auch für den Laternenflomarkt am Hafen. Geplant bis 22.30 Uhr bauten viele Standbeschicker bereits ab 21 Uhr ihre Stände ab – zu kalt, zu nass, zu wenige Besucher. So hatten auch nur wenige Anbieter Laternen oder Leuchten angezündet, wie zum Beispiel Bianca Sünkler. Trocken unter ihrem Pavillon leuchtete es trotz 13 Grad gemütlich und warm. „Ich liebe diese Atmosphäre hier“, so die Kielerin, die seit über zehn Jahren nach Eckernförde kommt. Sie habe gut verkauft: „Das ist ein Super Publikum für dieses Wetter – ein Hoch auf die Urlauber.“

Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine lange Einkaufsnacht im Ostseebad geben. Dann vielleicht in einer etwas veränderten Konzeption, so Kunkowski. Aber grundsätzlich sei der „Kassenschlager“ eine gute Geschichte.

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erstellt am 13.Aug.2016 | 05:18 Uhr

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