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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 02:14 Uhr

JUBILÄUM IN WILHELMSTHAL : Im „Holthuus“ gibt’s noch echte Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Frank Siedlungsbaugesellschaft hat am Mittwoch anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Mietertreffs „Dat Holthuus“ ein Sommerfest organisiert. Die gute Seele im „Holthuus“ ist Brigitte Klein.

Eckernförde | Wimpelketten zwischen den Bäumen, lange Kaffeetafeln auf dem Rasen vor dem “Holthuus“, ein von der Chorgemeinschaft Eckernförde eigens für die Frank Siedlungsbaugesellschaft umgedichtetes Lied – gestern war ein besonderer Tag für die Bewohner in der Siedlung Wilhelmthal: Sie feierten das zehnjährige Bestehen ihres Mietertreffs „Dat Holthuus“. Eingeladen hatte die Frank Siedlungsbaugesellschaft, Niederlassung Kiel.

Was in 60er Jahren hauptsächlich als Wohnungen für Bundeswehrangehörige der nahe gelegenen WTD 71 gebaut wurde, hat sich zu einem „Musterbeispiel für eine gelungene Umgestaltung des Quartiers mit einer Veränderung der Wohnungsgrößen, seniorengerechten Wohnungen und intensiver Nutzung der Grünanlagen“ entwickelt, sagte die Bürgervorsteherin Karin Himstedt in ihrem Grußwort. „Deshalb feiern wir heute nicht nur „Dat Holthus“-Jubiläum, sondern auch die wirklich sehr gelungene und beispielhafte Neugestaltung eines ganzen Wohngebietes“, so dieBürgervorsteherin.

„Dat Holthuus“ ist ein Mietertreff und steht stellvertretend für eine Wohnfeldbetreuung, die man nach dänischem Vorbild entwickelt habe, erklärte Holger Zychski, Geschäftsstellenleiter der Niederlassung Kiel. Nach Abschluss von Kooperationsverträgen sowohl mit der Stadt Eckernförde als auch mit dem Land habe die Siedlungsgesellschaft 2001 den Startschuss für „das landesweite Modellprojekt einer Quartierssanierung“ gegeben. Mithilfe des schleswig-holsteinischen Wohnraumfördergesetzes wurden nicht nur die Wohnungen saniert und umweltschonende Pelletheizungen, Photovoltaik und Solarzellen in den Mehrfamilienhäusern eingebaut, sondern auch die Grünanlagen wurden mit Unterstützung des Nabu Eckernförde ökologisch aufgewertet.

Herzstück des Quartiers ist „Dat Holthuus“, das viele Gruppen, wie die Koch- oder Tanzgruppe, beherbergt. Seit zehn Jahren ist Brigitte Klein die Ansprechpartnerin für die rund 900 Bewohner in den 360 Wohnungen. „Es war damals eine Herausforderung für mich“, sagte die 64-Jährige. Sie erinnert sich noch sehr gut an ihre allererste Bustour zu einer Abendvorstellung der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg, die eigentlich nur für die Kinder gedacht war. „Viele Senioren kamen und fragten, ob sie nicht auch mitfahren konnten.“ Es folgten weitere Busfahrten ins Ohnesorg-Theater oder ins Nolde Museum. Sommer- oder Oktoberfeste und Weihnachtsfeiern – im „Holthuus“ wird viel gefeiert. Bei den Angeboten für Kinder unterstützt Nachbarschaftshelferin Tanja Dohrn die Diplom Pädagogin. Denn die Aufgaben sind vielfältig: „Da kann es auch mal sein, dass ein Kind mich bittet, mit ihm zusammen das entlaufene Kaninchen zu suchen“, sagte Klein. Drei Hausmeister gehören zum Team, die sich um die Wohnungen und um solche Probleme kümmern. Wenige Mieterwechsel, fast kein Vandalismus, saubere und grüne Anlagen – die Bewohner identifzieren sich mit ihrer Umgebung. „Es gibt eine lange Warteliste“, veriet Zychski. Für das große Miteinander ist Brigitte Klein verantwortlich. „Sie ist die Beste“, bestätigte denn auch die Mieterin Inge Schmidtke.

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