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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 19:40 Uhr

Waffenhersteller aus Eckernförde : Illegale Waffenexporte: Ermittlungen gegen Sig Sauer dauern an

vom

Trotz laufender Ermittlungen: Der Waffenhersteller plant weiter mit Investitionen in Milliardenhöhe.

Eckernförde | Noch immer ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel wegen des Verdachts illegaler Waffenexporte gegen Sig Sauer aus Eckernförde. Dabei geht es um die Lieferung von Pistolen an die Präsidentengarde Kasachstans und nach Kolumbien. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Montag. Eingeleitet wurden das Verfahren bereits im Jahr 2014.

Trotz der Ermittlungen plant der Waffenhersteller mit Investitionen in Millionenhöhe und neuem Personal. Sig Sauer will so seinen Standort Eckernförde wieder stärken. „Der Standort wird ausgebaut, wir haben neue Geschäftsführer und man kann sagen, dass die Talsohle durchschritten wurde“, sagte Franz von Stauffenberg, einer der beiden Geschäftsführer, dem Hörfunksender NDR 1 Welle Nord.

In den vergangenen Jahren war Personal massiv abgebaut worden. Sig Sauer hatte nach Angaben Stauffenbergs in Eckernförde einst 500 bis 600 Mitarbeiter, jetzt seien wieder um die 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Stauffenberg sagte, „dass sich Sig Sauer Deutschland nur auf das Geschäft innerhalb Europas und der NATO gleichgestellten Staaten konzentrieren wird. Das heißt, wir haben keine Geschäftsmodelle, die in kritische Drittländer schielen.“

Das Unternehmen sei schon jetzt im Bereich Sportpistolen „sehr gut aufgestellt“. Außerdem wolle man sich verstärkt um Aufträge von Behörden bemühen. „Die Bundeswehr hat zwei Ausschreibungen in der Planung, an denen wir teilnehmen werden mit unseren Produkten, und wir rechnen uns da gute Chancen aus.“ Sig Sauer will nach früheren Berichten den Auftrag für das Nachfolgemodell des ausgemusterten G 36 Sturmgewehrs der Bundeswehr bekommen.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 15:46 Uhr

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