zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 03:29 Uhr

TAFEL–PATEN GESUCHT : Ihre Hilfe kommt Ärmsten zugute

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei einer Kaffeerunde gab es am Dienstag Dank und Anerkennung für 60 Tafel-Paten. Ihr Geld ist ausschließlich für die Versorgung der Bedarfsgemeinschaften gedacht.

Eckernförde | An jedem Donnerstag erhalten Menschen, die mit einem monatlichen Budget von weniger als 750 Euro zurechtkommen müssen, Unterstützung in Form von Lebensmitteln bei der Eckernförder Tafel. Im Bürgerzentrum Borby im Saxtorfer Weg 18 sind dann fleißige Hände der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Eckernförder Tafel unentwegt beim Sortieren, Einpacken und Verteilen an die Wartenden.

Inzwischen gibt es in Eckernförde 400 Bedarfsgemeinschaften, das heißt Familien, die auf diese Unterstützung angewiesen sind – und es werden stetig mehr. Viele der in Eckernförde lebenden Flüchtlinge nehmen diese Hilfe ebenfalls in Anspruch. Das führte dazu, dass die Lebensmittelrationen für alle geringer ausfielen. Einige Tafeln in Schleswig-Holstein haben aus diesem Grund bereits einen Aufnahmestopp verhängt, um soziale Spannungen zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen zu vermeiden. „Bedürftige Menschen abzuweisen, kam für uns nicht infrage“ sagte dazu Tafel-Helfer Jürgen Bauer, der deshalb gemeinsam mit Ehefrau Heide-Marie im November 2015 die Spenden-Aktion „Tafel-Paten“ ins Leben rief. Seitdem haben sich in Eckernförde etwa 60 hilfs- und spendenbereite Tafel-Paten von dieser Idee begeistern lassen und beteiligen sich jeden Monat mit einem Beitrag von 40 Euro.

„Das Geld kommt ausschließlich der Versorgung der Bedarfsgemeinschaften zugute“ stellte Reinhard Schmidt, Leiter der Eckernförder Tafel, fest. „Damit haben wir pro Woche etwa 400 Euro für die bedürftigen Menschen zusätzlich zur Verfügung.“ Er erläuterte, dass die Statuten der Bundestafel, zu der sich auch die Eckernförder Tafel zählt, den Kauf von Lebensmitteln nicht vorsieht und hier das Familienzentrum Eckernförde die entsprechende Unterstützung leistet. Als Dankeschön an „ihre“ Tafel-Paten und das Familienzentrum Eckernförde hatten daher die Tafel-Mitarbeiter jüngst zu einem nettem Beisammensein mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen eingeladen.

Ilka Gillessen-Block und Uschi Peters stellten stellvertretend für alle Paten von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer der Eckernförder Tafel einstimmig fest: „Wir leben in wirtschaftlich gesicherten Verhältnissen, uns geht es gut – das sollten wir nicht vergessen. Deshalb helfen wir gern.“

Reinhard Schmidt betonte gegenüber den Gästen, dass nur aufgrund dieser beispielhaften Spendenbereitschaft keine Minderung in der Lebensmittelausgabe erfolgen musste. Er sagte: „Während wir im Jahr 2013 noch 204 Bedarfsgemeinschaften in Eckernförde zählten, ist inzwischen eine deutliche Steigerung eingetreten, wir betreuen derzeit auch 160 Familien mit Migrationshintergrund, vorrangig aus Syrien.“ Transparenz der Eckernförder Tafel ist wichtig – so erhielten die Tafel-Paten im Anschluss die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Alle konnten sich selbst davon überzeugen, wo die Lebensmittel gekühlt, sortiert und letztlich verteilt werden.

Neue Paten, die zur Zahlung eines festen monatlichen Betrages bereit sind, sind jederzeit gern willkommen. Sie könnten sicher sein, dass jeder gespendete Cent ausschließlich für Lebensmittel verwendet werde, so Jürgen Bauer.

Die Tafel-Patenschaften werden zunächst für einen Zeitraum von einem Jahr abgeschlossen und sind als Spende von der Steuer absetzbar. Informationen hierzu gibt Initiator Jürgen Bauer per Telefon 04351/3540 oder per Mail: huj.bauer@web.de. Auch weitere ehrenamtliche Helfer sind bei der Tafel immer gesucht, sei es auch nur für einige wenige Stunden im Monat.

>Eck. Tafel, Tel. 04351/880573



Karte
zur Startseite

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 06:11 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen