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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 22:29 Uhr

KONZERT IN DER BORBYER KIRCHE : Ihr Gesang geht unter die Haut

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Am Freitag fand das Gastkonzert des Ensembles „Canta d’Elysio“ aus Dresden in der vollbesetzten Borbyer Kirche statt. Die Zuhörer waren fasziniert vom Können und Charme der Künstler.

Nun waren die jungen Sänger aus Dresden bereits zum zweiten Mal in Eckernförde und sorgten am Freitag – der gute Ruf lief ihnen voraus – für eine volle Borbyer Kirche. Strandwetter und Grillpartys waren da keine Konkurrenten. Dieses Vokalensemble aus ehemaligen Kruzianern und Sängern der Dresdner Hochschule für Musik faszinierte mit jugendlichem Charme und enormem Können.

Dazu kam die eigene Freude am Singen, an der Musik, am Vortrag. Diese Begeisterung steckte an. So richtig angezündet war auch der Chorleiter und Dirigent Philip Socher – seine Hände hatten Flügel, beflügelten den Chor zu Höchstleistungen. So hohe, dabei klare und reine Stimmen sind selten zu hören. Die Bässe standen den exquisiten Tenören an Ausdrucksstärke ebenfalls in nichts nach. Zweimal „Jonas“ sorgten für zusätzliche Freude: Jonas Golde ergänzte die Gesänge mit frischer, informativer Moderation. Jonas Materna brillierte als Solosänger im Prinzen-Lied. Der Applaus kam von Herzen.

Schon nach den ersten Stücken strahlten die Gäste im Kirchenraum die elf Sänger nur noch an – auf solchen Wogen der Sympathie ließ sich gut singen. Gleich ob es dann um geistliche Werke ging, oder ob sie mit Volksliedern oder ganz neuzeitlich wie „Lollipop“, einem Abba-Medley oder dem „Millionär“ von den Prinzen kamen – man konnte sich der ernsten wie fröhlichen Musikalität dieser „himmlischen“ Sänger nicht entziehen. Die Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy standen mit Gottes Lob und freudigem Jauchzen dem Himmel ohnehin sehr nahe. Und Mauersbergers „Herr, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss …“, machte Gänsehaut und brachte die Namensbedeutung des Ensembles nahe: mit „Canta d‘Elysio“ – Gesänge aus dem Paradies. Einer solchen Schönheit von Stimmen und Wohlklang ist wohl alles erlaubt, und sicher zuckt da auch keiner, wenn ein Fußball-Lied der Rhythmik von Barbersong-Beiträgen folgt, wenn „Komm heiliger Geist, Herre Gott …“ von Johann Sebastian Bach sich dem „Gärtner“, einem romatischen Liebeslied von Hugo Distler, anschließt. Die Welt ist bunt, das Leben ist vergänglich aber doch meistens froh, und darum darf man auch hier vom Wein, vom Tanzen, vom Wandern, von der Liebe und von der Sehnsucht singen. „Mr. Sandman, bring me a dream…“ Ein Stückchen Paradies auf Erden, das gefällt allen, davon hörten auch die Eckernförder gern und beherbergten die elf – in ihrer Kunst so liebenswerten – Sänger auch diesmal wieder bei sich zu Hause. Die Vorfreude auf ihr nächstes Konzert im nächsten Sommer ist schon heute groß.


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