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Jubiläumssause : Hier können sich Mütter gegenseitig helfen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Treffen von Müttern hörgeschädigter Kinder jährt sich zum zehnten Mal / „Jubiläumssause“ in Holtsee

Holtsee | Nicht nur ältere Menschen haben Hörprobleme, schon kleine Kinder können von Hörschädigungen betroffen sein. Oft sind dann die Familien überfordert und benötigen Hilfe. Hildegard Voshaar aus Holtsee, Lehrerin hörgeschädigter Kinder im Landesförderzentrum Hören und Kommunikation in Schleswig, hatte vor zehn Jahren die Idee, ein Netzwerk für Mütter von Kindern mit Hörschädigung ins Leben zu rufen. „Ich hatte erkannt, dass eine Frühförderung oft nicht ausreichend ist und wollte Mütter in einem lockeren Rahmen zusammenführen, damit diese sich gegenseitig unterstützen und austauschen können“, erzählt sie. Auf diese Weise entstand das Mütterfrühstück, an dem sich zweimal pro Jahr Mütter von hörgeschädigten Kindern informieren und über aktuelle Themen und Probleme sprechen können.

Am Sonntag wurde das zehnjährige Jubiläum dieses „MüFrü’s“ begangen und etwa 20 Mütter hatten sich in der lockeren Runde bei Hildegard Voshaar zusammengefunden. Auch Birgit Ewald-Clasen aus Owschlag und Tania Debbert aus Westerrönfeld hatten sich vor vielen Jahren bei solchen Treffen als betroffene Mütter kennengelernt. Schnell erkannten sie, dass für Familien mit hörgeschädigten Kindern eine schriftliche Zusammenfassung wichtiger Informationen über medizinische und Fördermöglichkeiten, Fachliteratur oder auch Ansprechpartner bei den Behörden hilfreich wäre. Und so entstand in enger Zusammenarbeit mit Hildegard Voshaar und Susanne Balster-Hoop, einer weiteren Mutter des „MüFrü’s“ der „Leitfaden für Familien mit hörgeschädigten Kindern in Rendsburg-Eckernförde“, der heute in vielen Krankenhäusern, Facharztpraxen und Kindergärten ausliegt. Tania Debbert: „Die Veröffentlichung der 3000 Exemplare dieses Leitfadens wurde ausschließlich über Spenden finanziert, innerhalb eines Jahres haben wir über persönliche Kontakte die ganzen Sponsoren gefunden.“

Über die Jahre sind zwischen den Müttern enge Bindungen entstanden, heute treffen sich bei diesen Frühstücksveranstaltungen Mütter, die von Anfang an dabei sind und Mütter, die soeben erst von der Diagnose ihres kleinen Kindes erfahren haben. Oft werden Referenten eingeladen, die zu bestimmten Therapien und Diagnosen informieren.

Für das Jubiläums-Frühstück am Sonntagvormittag hatte sich Martin Buchholz, bekannter Lieder- und Filmemacher bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, angemeldet. Unserer Zeitung gegenüber erklärte er: „Ich habe gute Kontakte zu einem Hauskreis in Westerrönfeld und bin oft hier in der Gegend. Ich selbst sehe mich als Geschichtenerzähler und Songpoet in Lied- und Filmform.“ Buchholz, der sonst vor größerem Publikum Konzerte gibt, erfreute die Mütter in der kleinen Runde mit seinen Lied-Geschichten, dazu passt sein Motto „Weil die Welt nicht so ist, wie sie sein soll“. 




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erstellt am 07.Mär.2017 | 05:44 Uhr

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