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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Ruhestand : Heinke Schipper: Abschied aus dem Kirchenbüro

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Heinke Schipper wird nach 28 Jahren als Riesebyer Kirchengemeindesekretärin verabschiedet.

Rieseby | Generationen von Gemeindegliedern hat Heinke Schipper (63) während ihrer Zeit bei der Kirchengemeinde Rieseby kennengelernt und als Gemeindesekretärin betreut. Nach 28 Jahren hat sie Ende August offiziell ihre Stelle an ihre Nachfolgerin Daniela Seidel übergeben. Morgen wird Schipper im Erntedankgottesdienst ab 10.30 Uhr in der St.-Petri-Kirche von Pastor Jörg-Michael Schmidt verabschiedet.

„Die Arbeit war immer sehr vielseitig, langweilig wurde es mir nie“, sagt Schipper, die am 1. August 1988 als Nachfolgerin von Karla Dittmann Gemeindesekretärin wurde. Damals war die Stelle mit acht Stunden in der Woche noch als Gemeindehelferin bezeichnet worden, erinnert sich Pastor Jörg-Michael Schmidt, der 1986 sein Amt antrat. Schnell wurde aber klar, dass das Aufgabenspektrum der Stelle wuchs, die wöchentliche Stundenzahl ab 1991 auf 10,5 Stunden und schließlich mit den Aufgaben aus der Friedhofsverwaltung auf zwölf Stunden stieg. Die Friedhofsverwaltung wurde später wieder an die Kirchenkreisverwaltung übertragen. Geblieben sind aber die vielfältigen Aufgaben.

Angefangen bei der Beratung von Besuchern im Gemeindebüro, über die Koordination von Informationen, die Führung des Gemeindekalenders, Terminabsprachen und der Schriftverkehr im Rahmen der Pfarrverwaltung – Schipper behielt den Überblick. Aber auch An- und Ummeldungen bei Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Ehejubiläen, Beerdigungen und die Ausstellung entsprechender Urkunden dafür, sowie die Vernetzung von Ehrenamt mit Kirchenvorstand und Kirchenkreis, dies alles hafte sie im Griff. Am liebsten aber führte sie die zahlreichen Kirchenbücher, natürlich handschriftlich. Und auch die Pflege der Stammbücher der Familien, also die ständige Aktualisierung der Einträge, habe sie mit Freude erfüllt. Sehr gerne habe sie auch Goldene Konfirmationen organisiert und dabei nach den Ehemaligen und ihren Adressen geforscht. Die Liste der Aufgaben sei noch sehr viel länger, sagt Pastor Schmidt, der seiner langjährigen Mitarbeiterin dankt und sie lobt für ihren Einsatz. Sie habe immer sachkompetent und diskret den Dienst in der Kirchengemeinde erfüllt.

„Ich hatte immer viele nette Gespräche“, sagt Schipper im Rückblick, die stets positiv an neue Sachen heranging. Besonders schön sei es immer gewesen, wenn sie die Menschen persönlich traf, mit denen sie oft telefonierte oder die ihre Ansprechpartner in Loose oder der Kirchenkreisverwaltung waren. Eine besondere Herausforderung war die Einführung und Umstellung auf Computer und die immer neuen Programme. Arbeitsweisen wurden grundlegend geändert. Doch auch dies meisterte sie, wenngleich sie manches Mal der Verzweiflung nahe gewesen war, wenn der Computer nicht wollte, sagt Schipper.

Eine besondere Herausforderung war die krankheitsbedingte Abwesenheit von Pastor Schmidt. „Ohne die Konstanz mit Heinke Schipper im Kirchenbüro, hätten wir das nie so gut geschafft“, sagt Peter Lorey, Mitglied des Kirchengemeinderates. Von Dezember 2011 bis etwa Februar 2013 hatten Teile des Kirchengemeinderatsvorstands, unterstützt von Schipper, bei der im Büro die Fäden zusammenliefen, die Kirchengemeinde geführt. Diese gute Vernetzung habe ihm auch auf dem Weg der Gesundung geholfen, sagt Pastor Schmidt.

Schipper freut sich auf den Ruhestand. Dabei hofft sie weiterhin auf eine so positive Gesundung. Ihr Ziel ist es, im Sommer 2017 nach Island zu reisen. Intensivieren will sie ihr Hobby, die Näherei, für die Ausstellungen vorbereitet werden sollen. Sie freut sich auf ihre Rosen im Garten und will mehr Sport machen, das habe sie sich vorgenommen.

Pastor Schmidt und der Kirchengemeinderat danken Schipper für ihre zuverlässige Mitarbeit und wünschen ihr „für die Zukunft vor allem Gesundheit und Freude im und am Ruhestand“.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 06:22 Uhr

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