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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 03:27 Uhr

Heim für Vögel und Insekten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neue Nist- und Brutmöglichkeiten für Vögel und Insekten im Kurpark / Gekappte Weide wird neuer Lebensraum

Stare, Meisen, ja sogar Baumläufer und Fledermäuse sollen im Kurpark Quartier beziehen und für Nachwuchs sorgen. Als „Untermieter“ im wahrsten Sinne des Wortes sind Blattschneiderbienen und andere nützliche Insekten willkommen – sie sollen in präparierten Baumscheiben und Lochbohrungen Unterschlupf und Lebensraum finden. Die ganze „Wohnanlage“ für Vögel, Insekten und Fledermäuse mit unverbaubarem Meeresblick befindet sich in 1,60 bis 4 Meter Höhe am Stamm einer gekappten, aber noch gesunden Weide mitten im Kurpark. Insgesamt acht Nistkästen und mehrere „gelochte“ Baumscheiben hat Initiator Rüdiger Ziegler dort im Auftrag der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG) mit Unterstützung der Stadtgärtnerei mit starken Schrauben am Stamm befestigt. Jetzt hofft der Landschaftsarchitekt darauf, dass die Quartiere auch angenommen werden. Ganz begeistert war er von einem Anflug einer Meise, ob sie allerdings tatsächlich die Absicht hat, die Komfortwohnungen in bester Lage zu beziehen, bleibt abzuwarten.

Mit dem Durchmesser der Einfluglöcher wird der Zugang der künftigen Bewohner gesteuert. Spatzen sollen dort nach Möglichkeit kein Nest bauen, entsprechend dimensioniert sind die Löcher und die Größe der Nisthöhlen. Ziegler hat die acht Kästen in der Eckernförder Werkstatt gekauft und die Baumscheiben für Insekten selbst mit Löchern zwischen zwei und sechs Zentimetern Tiefe versehen und sie am gekappten Weidenstamm montiert. Oben drüber hat er noch ein Dach gesetzt, um die Behausungen trocken zu halten – ein Quartier mit mindestens vier Sternen. Die Kosten dafür trägt der ETMG, die Pflege teilen sich Rüdiger Ziegler und die Stadtgärtner.

Die staatenlosen Bienen, die dort Unterschlupf finden sollen, seien allesamt harmlos und würden nicht stechen, sagt Ziegler. Selbst Hornissen könnten das eine oder andere tiefere Loch für sich entdecken. Stadtgärtnermeisterin Sylvia Bent und Marnie Schäfer von der ETMG sehen die Nist- und Bruthilfen als Bereicherung für den Kurpark an. „Der Flugverkehr wird sich weiträumig verteilen“, ist Bent von einer friedlichen Koexistenz aller Lebewesen in dem Areal überzeugt.

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erstellt am 19.Apr.2016 | 06:02 Uhr

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