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Eckernförder Sportverein : Hat der ESV-Sportplatz am Bystedtredder Bestand?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erster Jahresempfang beim Eckernförder Sportverein von 1923 / Verein verfolgt viele Pläne

Eckernförde | Der Eckernförder Sportverein (ESV) von 1923 ist fest in Borby verwurzelt. Im November übernahm Jörg Meyer den Vorsitz in dem Traditionsverein. Erstmals hatte der Verein nun zum Jahresempfang für Mitglieder und Vertreter aus Politik und Sport ins Vereinsheim „Abseits“ am Bystedtredder eingeladen. Unter den Gästen auch Serpil Midyatli (MdL SPD, Wahlkreis Eckernförde), Reiner Bunte, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Eckernförde, Dr. Thomas Liebsch-Dörschner, Vorsitzender des Kreissportverbandes Rendsburg-Eckernförde sowie die Gilde-Vorsitzenden Lorenz Marckwardt von der Borbyer Gilde und Aribert Bramhoff von der Eckernförder Bürgerschützengilde „Gelben-Westen-Gilde“.

In seiner Begrüßung lobte Meyer die ehrenamtliche Arbeit im ESV und das große Engagement der Vereinsmitglieder. Er betonte: „Immerhin leisten 43 Prozent aller Bürger in Schleswig-Holstein eine ehrenamtliche Tätigkeit. Zur Jugendarbeit in unserem Verein mit insgesamt 540 Mitgliedern gehört dabei, dass die 270 Jugendlichen auf die Unterstützung ihrer Eltern zählen können.“

Meyer verwies auf die traditionell erfolgreichen Fußballmannschaften des Vereins. „Gerade in dieser Sportart werden Tugenden wie Fairness, Toleranz und Respekt gepflegt“, ergänzte er. Dabei spiele die Zusammenarbeit mit den Schulen und weiteren Sportvereinen eine große Rolle und förderten soziales Bewusstsein, so sein Credo. „Eine zukunftsorientierte Vereinsarbeit erfordert auch Diskussion und ist für den Verein, die Mitglieder und die Anwohner besonders wichtig“, sagte Meyer.

Beim Empfang ging der ESV-Vorsitzende auch auf die zukunftsweisenden Themen des Vereins ein. „Der Verein stellt sich der Diskussion um den Standort Bystedtredder. Wir haben in den letzten Wochen an die 1000 Fragebögen an die Anwohner verteilt und derzeit etwa 300 Rückmeldungen, wovon 90 Prozent den Verbleib des Sportplatzes am Bystedtredder befürworten“, sagte er. Darüber hinaus sind alle Mitglieder und Anwohner eingeladen, an den drei Terminen, 7. und 28. April sowie 16. Mai, jeweils von 19 bis 21 Uhr im „Abseits“ über dieses Thema zu diskutieren. Sollte es dabei bleiben, dass der Verein den Sportplatz Bystedtredder weiter nutzt, stünden große Aufgaben bevor. „Dazu gehören der von vielen längst gewünschte Kunstrasenplatz mit Anschaffungskosten von etwa 600  000 Euro, die Flutlichtanlage muss erneuert werden, ebenso kommen erhebliche Kosten in der energetischen Umgestaltung des Vereinsheims Abseits auf uns zu“, zählte Meyer auf. Schließlich müssten die Umkleiden und Büroräume erneuert werden und auch die Parkplatzsituation müsste überdacht werden. „Wir reden hier also nicht nur über die kommenden drei bis fünf Jahre, sondern von einer Zeitspanne von 30 bis 40 Jahren. Dabei freut mich besonders die positive Resonanz unserer Mitglieder, die diese Pläne als Aufbruchstimmung empfinden“, stellte Meyer im EZ-Gespräch fest.

Als Vertreter der Stadt übernahm Reiner Bunte das Podium und erinnerte an die Aufgabe der Talentförderung in den Vereinen. „Dahinter steckt viel Arbeit und Engagement und das alles in der Freizeit der vielen Ehrenamtler“, sagte er und ergänzte: „Natürlich unterstützt die Stadt die Arbeit des ESV, beispielsweise mit der Kostenübernahme in Höhe von etwa 70  000 bis 80  000 Euro für die neue Flutlichtanlage am Sportplatz Saxtorfer Weg, die bis zum Sommer fertiggestellt werden soll.“

Serpil Midyatli betonte die große Leistung der schleswig-holsteinischen Sportvereine in der Integration von schutzsuchenden Erwachsenen und Jugendlichen. „Meine heimlichen Helden der Integration im Jahr 2015 waren deshalb die Sportvereine“, sagte sie.

Lorenz Marckwardt erinnerte in seinen op platt gesprochenen Grußworten an die Eckernförder Fischer, die einst sogar eine eigene Fußballmannschaft aufgestellt hatten und die enge Verbundenheit der Borbyer Gilde mit den Sportvereinen der Stadt.

Dr. Thomas Liebsch-Dörschner vom Kreissportverband ermunterte den ESV Förderanträge zur Realisierung der vielen Ziele zu stellen. Angesichts so vieler Vorhaben des ESV würden diese Fördermittel auch dringend benötigt, meinte er.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 07:18 Uhr

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