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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 07:57 Uhr

Neubaugebiet : Grundstückspreise stehen fest

vom

125 bis 140 Euro pro Quadratmeter / Bewerbungsfrist bis 2. Dezember / Geschäftsjahr 2015 schließt mit 15000 Euro Plus

Noer | Für das Neubaugebiet nördlich der Straße „Seeblick“ sowie westlich und östlich der Straße „Haffkamp“ konnten die finalen Preise im Finanzausschuss bekannt gegeben werden. Dabei wurde das 17 Grundstücke umfassende Baugebiet in zwei Bereiche eingeteilt. Der vordere Teil bietet im Winter Ostseeblick und wird deshalb mit 140 Euro pro Quadratmeter ausgewiesen. Der hintere Teil wird 125 Euro pro Quadratmeter kosten.

Hinzu kommt, dass im hinteren Teil in Richtung der Bebauung an der Straße „Seeblick“ ein Grünstreifen als Puffer entstehen wird. Dieser gehört zu den neuen Grundstücken, die Bepflanzung wird teilweise vorgeschrieben. „Nur Rasen ist zu wenig, aber eine Gartenhütte soll auf dem Gebiet auch nicht stehen“, sagte die Ausschussvorsitzende Gesine Rades. Deshalb wird für die Fläche des Grünstreifens ein Preis von 35 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Am 17. Dezember wird die Vergabe im Sportheim Lindhöft stattfinden. Dabei wird ein Ranking aufgestellt, nach dem die Interessenten sich ein Grundstück aussuchen dürfen. Zu diesem Zeitpunkt muss eine Absichtserklärung von den künftigen Besitzern unterschrieben werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 2. Dezember.

Zudem wurde für das Gebiet eine Ablösung der Erschließungsbeiträge beschlossen. Dies ermöglicht es der Gemeinde, im endgültigen Kaufvertrag den Preis für das Grundstück genau auszuschreiben. „Es wird also keine Nachzahlung für die Erschließung geben“, betonte Rades. Das Risiko trägt dabei die Gemeinde, die für die Erschließung kalkulieren muss. Man habe aber zum jetzigen Stand einen großen finanziellen Puffer eingeplant und rechne nicht mit unerwarteten Mehrkosten. Da man vor allem junge Familien mit Kindern in das Baugebiet locken wolle, trage die Gemeinde das Risiko gerne, um den Familien Nachzahlungen zu ersparen, so Rades.

Das Geschäftsjahr 2015 schloss für die Gemeinde mit einem Plus von knapp 15000 Euro. „Geplant war eigentlich ein Verlust von 85000 Euro“, sagte Rades.

Den vom Hospizverein Dänischer Wohld geplanten Bau eines Hospizes in Gettorf will die Gemeinde finanziell unterstützen. Bedingung ist, dass alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld, Dänischenhagen und Altenholz den Bau mit 14,50 Euro pro Einwohner bezuschussen. Auf die Gemeinde Noer würde eine Belastung von 13000 Euro zu kommen. „Das stationäre Hospiz ist wichtig und gut“, betonte Bürgermeisterin Sabine Mues. „Und die Ausgabe wird nur einmalig sein. Es werden keine weiteren Forderungen an uns gestellt werden.“ Auch deshalb wurde der Zuschuss einstimmig gewährt und an die Gemeindevertretersitzung weitergegeben.

Unerfreuliches gab es über die mietbaren Garagen im Hegenwohld zu berichten. Durch Unrat, der im Baugrund gefunden wurde, stiegen die Gesamtkosten auf 77500 Euro. Ursprünglich waren 50000 geplant. Trotzdem wird die Miete der Garagen nicht verändert werden. „Die Miete wird bei 50 Euro pro Monat bleiben“, so Mues. Der Ferienpass der Landeshauptstadt Kiel soll in Zukunft mit 13 Euro bezuschusst werden. Dies trete aber nur in Kraft, wenn alle Gemeinden dieser Bezuschussung zustimmen. Ansonsten würde die Gemeinde Noer bei dem alten Zuschuss von 15 Euro bleiben. Auch die Ferienpässe des Jugendferienwerkes soll bezuschusst werden. Dies soll maximal sechs Kindern aus finanziell leistungsschwachen Familien zugute kommen.

Für das nächste Jahr wird auf dem Spielplatz in Noer ein neues Spielgerät geplant. Das aktuelle würde im nächsten Jahr den TÜV nicht bestehen und deshalb im Frühjahr abgebaut. „Die Kinder wünschen sich für den Ort ein Kletternetz“, berichtete Karin Ivers (WIN). Dafür plane man 7000 Euro ein und werde zusätzlich 2000 Euro vom zu erwartenden Überschuss aus dem Jahr 2016 verwenden.

Bei der Abwasserbeseitigung werden die aktuellen Preise beibehalten. „Es gibt keinen Anlass unsere Preise zu verändern“, sagte Rades. Es wurde erneut dazu aufgerufen, keine Abfälle in die Abwasserentsorgung zu werfen, da diese die Pumpen beschädigen können. „Neuanschaffungen aufgrund von Beschädigungen  werden auf die Bürger umgelegt  werden“, betonte Mues.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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