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KITA–NEUBAU : Grundstein im Ofeld ist gelegt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Finanzministerin Monika Heinold versenkt Zeitkapsel / Finanzierung von Kindertagesstätten bleibt aktuelles Thema

Gettorf | Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen) ist gekommen, sie singt mit den Kindern der Pädiko-Kita „Wer will fleißig Handwerker seh‘n…“, je eine aktuelle Ausgabe der lokalen Tageszeitungen, eine Bauzeichnung und ein paar Münzen werden in die kupferne Kapsel gestopft, die Kapsel verschweißt, in das Fundament gelegt und mit guten Wünschen für das neue Haus mit Mörtel bedeckt. Anschließend lädt Bürgermeister Jürgen Baasch zur Gulaschsuppe.

Im Beisein von etwa 30 Gästen aus Politik und Verwaltung wurde gestern der Grundstein für den Bau der neuen Kita im Ofeld gelegt. Auch der mit dem Bauvorhaben beauftragte Architekt Matthias Wohlenberg, einige Handwerker sowie Kinder und Erzieher aus der Pädiko-Kita, die in das neue Gebäude einziehen werden, waren dabei. Auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Grundstück soll für etwas über zwei Millionen Euro ein 850 Quadratmeter großes Kita-Gebäude entstehen. Der Umzug der übergangsweise in dem umgebauten, alten GSC-Vereinsheim im Neubaugebiet Triangel untergebrachten Pädiko-Kita in das neue Gebäude ist für den Herbst geplant. „Wir können mitplanen, gestalterisch viel Einfluss nehmen“, äußerte sich Claudia Peters vom Träger Pädiko, die den Bau der neuen Einrichtung als Fachberaterin begleitet.

Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) bedankte sich bei der Verwaltung und dem Träger Pädiko für die gute Zusammenarbeit. Vier Kitas wurden in den vergangenen sechs Jahren in Gettorf neu gebaut. Mit der neuen Pädiko-Kita sei man gut aufgestellt. Er dankte Finanzministerin Monika Heinold für die Bezuschussung.

1 350 000 Euro beträgt der Zuschuss für den Bau der neuen Kita. Der Gemeinde Gettorf verbleiben damit lediglich 450 000 Euro an Investitionskosten. Zugleich wies der Bürgermeister aber darauf hin, dass der Defizitausgleich für die Kinderbetreuung in Gettorf den Haushalt mit rund zwei Millionen im Jahr deutlich belaste. „Das schmerzt gewaltig“, betonte er und appellierte an die Ministerin, stärker an die Kommunen zu denken. „Wir können diesen Defizitausgleich nicht auf ewig leisten.“ Amtsdirektor Matthias Meins verlieh der Forderung des Bürgermeisters Nachdruck. „Bitte lassen Sie uns nicht im Regen stehen“, wandte auch er sich an die Finanzministerin. „Einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu formulieren ist gut, für die Bezahlung aber stehen wir gerade. Zudem ist das Ganze mit sehr viel Aufwand für die Verwaltung verbunden.“ Monika Heinold gab sich einsichtig. Gerade habe man sich darauf verständigt, sowohl die Grundfinanzierung als auch die Anteile an den laufenden Kosten zu erhöhen, fügte sie an. „Der Bereich der Kindertagesstätten ist mit Sicherheit einer, der in den kommenden Jahren mehr berücksichtigt werden muss.“

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erstellt am 30.Mär.2017 | 06:34 Uhr

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