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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 02:11 Uhr

Besucheransturm am Hafen : Größtes Piratenspektakel aller Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kämpfe, Raubzüge, Live-Musik, Piratenlager und Hafenmeile locken am Wochenende gut 120 000 Besucher nach Eckernförde. Die Kornersfjord-Piraten, die Gruppe „Extrabreit“ und die Hafenmeile Publikumsmagneten.

Eckernförde | Es war der Tag des Beutemachens. Nach dem Überfall am Freitagabend und der Gefangennahme des Bürgermeisters (wir berichteten)) zogen die gefürchteten Kornersfjord-Piraten um Käpt’n Black (Sascha Lück) und Käpt’n Renate (Thomas Neidt) tags darauf durch die Stadt, um die Geschäftsleute um einen Teil ihrer prall gefüllten Kassen zu erleichtern. Magister Wigbold (Gabriele Pahms) erschien immer wieder völlig unerwartet auf der Hafenmeile und zeigte mit seinen frechen und klugen Bemerkungen, wer derzeit das Sagen hat im Ostseebad.

Die Piraten genossen derweil ihr wildes Leben in ihrem Lager am Strand und ließen es sich dort mit ihrer fetten Beute richtig gut gehen. Sie ließen sogar zu, dass Besucher sich dort umsehen konnten, die nicht im Traum daran dachten, sich während ihres Aufenthalts gegen die bewaffneten Freibeuter zu erheben. Die kleinen Besucher des Dorfes wurden sogar bespaßt und es wurde Stockbrot erteilt. Plötzlich und völlig überraschend wurden die Jungpiraten von der Stadtwache, die sich von der Niederlage am Freitagabend erholt hatte, mit einer Kanone angegriffen. Nur durch das Eingreifen der Altpiraten und in einem heftigen Kampf konnten sie verhindern, dass die Jungpiraten von den Soldaten überwältigt wurden. Als Zeichen des Sieges der Piraten wurde die Kanone der Stadtwache im Piratendorf zur Schau gestellt.

Es blieb unruhig und angespannt an diesem Tag. Nur wenige Stunden später kam es erneut zu einem spektakulären Ereignis im Kornersfjordlager, diesmal probten die Jungpiraten, in erster Linie die Piratentöchter, den Aufstand gegen die Älteren und die Anführer. Es kam zu einem heftigen Kampf – „mit scharfer Klinge auf Leben und Tod“ - bis sowohl die junge wie auch die ältere Piratengeneration feststellten, dass sie nur als Gemeinschaft alle Prüfungen des Lebens überstehen können. So, wie die Jungpiraten von der Erfahrung der Älteren lernen können, mussten die Altpiraten erkennen, dass die Jüngeren über deutlich mehr Kreativität und Erfindungsgeist verfügen – fast wie im richtigen Leben.

Es war ein nahezu perfektes Piratenspektakel. Das Wetter passte, die Hafenmeile war so gut besucht, dass teilweise kaum ein Durchkommen war. So viele Besucher wie beim 20. Piratenspektakel dürften noch nie dagewesen sein. Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, geht von 120  000 Besuchern aus.

Das reichliche Angebot an den Imbiss- und Getränkeständen wurde allseits gern angenommen und auch die Schausteller mit Riesenrad und verschiedenen Karussells konnten sich über viele Kunden freuen. Die beauftragte Sicherheitsfirma sorgte mit zahlreicher Besetzung für ein gutes Gefühl bei den Besuchern. Auf die Frage nach besonderen Vorkehrungen und Vorkommnissen wurde von einem Vertreter der Sicherheitsfirma nur lapidar geantwortet, dass dazu keine Stellung abgegeben werde. Laut Polizei war die Lage ruhig und entspannt.

Der Abend war wieder den Live-Bands auf der Bühne an der Hafenspitze vorbehalten. Schon bei Gerrit Hoss mit seinen plattdeutschen Rocksongs und seiner Wacken-Drehung am Ende der sehens- und hörenswerten Vorstellung wurde es vor der Hafenbühne noch voller. Vor allem die Generationen zwischen Ü40 und Ü60 bevölkerten die Hafenspitze, denn die Kult-Band der Neuen Deutschen Welle, Extrabreit, war angesagt. Die Bühne und die Hafenarena schienen angesichts der enormen Power dieser mitreißend auftretenden Band förmlich zu explodieren (Bericht auf der nächsten Seite).



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erstellt am 08.Aug.2016 | 06:31 Uhr

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