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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 01:01 Uhr

Strandsicherheit : Getrennte Wege bei der Badeaufsicht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Brodersby und Kappeln organisieren DLRG-Strandwacht ab 2017 getrennt / Brodersby startet Aufbau einer eigenen Station

Schönhagen | In Sachen DLRG–Rettungswacht für die Strandaufsicht in Schönhagen und Weidefeld werden Kappeln und Brodersby ab 2017 getrennte Wege gehen. Dies ist das Fazit eines Gespräches, das Donnerstagnachmittag auf Einladung des Kappelner Bürgermeisters Heiko Traulsen in Kappeln stattfand. „Das ist der Startschuss für eine neue DLRG-Station in Schönhagen“, sagte Christian Schlömer, Bürgermeister von Brodersby, auf EZ-Nachfrage. Und auch Johanne Gaipl, Leiterin der Touristinfo Schönhagen, stellte nach dem ernüchternden Gespräch fest, dass jetzt eine klare Regelung gelte, auf der man aufbauen könne.

An dem Gespräch nahm Traulsen selber nicht teil, was die Schwansener sehr erstaunte, da er es war, der kurzfristig um das Gespräch gebeten hatte. Neben Schlömer und Gaipl waren auch Ordnungsamtsleiter René Kinza und Dieter Olma, erster stellvertretender Bürgermeister aus Brodersby, dabei. Für Kappeln nahm Ulrich Bendlin (Leiter Liegenschaft und kommissarischer Bauamtsleiter Kappeln) und Theo Kalmar – in seinem Gebäude am Weidefelder Strand sind die DLRG-Retter für Schönhagen und Weidefeld untergebracht – teil. Sie seien gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass jeder für sich die Strandaufsicht organisiert, berichtete Schlömer gegenüber der EZ .

Sie seien schon sehr enttäuscht gewesen, dass Traulsen nicht kam. So sei es auch nicht möglich gewesen zu erfahren, wie sich beispielsweise die Entwicklung von Port Olpenitz mit rund 3000 Betten auf die Strände der Region auswirke, wie Kinza wissen wollte. Ob dies in die Überlegungen der Stadt Kappeln hinsichtlich der DLRG-Strandaufsicht eingeflossen sei, konnten weder Bendlin noch Kalmar sagen. Kalmar versuche schon seit Jahren vergeblich zu klären, ob und wie er an seinem Gebäude eine Erweiterung realisieren könne, auch für die DLRG, wie Schlömer berichtete. Aus Sicht der Schwansener sei so eine Fortsetzung der Kooperation nicht möglich, „alles ist unklar“. Mit einer solchen Hängepartie wolle er aber nicht ins Jahr 2017 gehen, daher die Trennung.

In diesem Jahr wird die Strandaufsicht durch die DLRG noch gemeinsam organisiert. Dazu sind in Schönhagen und Weidefeld je vier Retter vom 1. Juni bis Mitte September nötig. Untergebracht sind sie in einer für vier Personen ausgelegten Unterkunft in Weidefeld. Dieser Platz hatte auch jahrelang ausgereicht, da der DLRG-Ortsverband Kappeln viele Rettungsschwimmer stellte, die aber zu Hause schliefen, erklärte Schlömer. Der Schließung des Schwimmbads in Ellenberg im Dezember 2014, wo der DLRG-Ortsverein Kappeln trainierte, folgte wenig später ein massiver Mitgliederschwund und damit auch die Zuspitzung bei der Strandaufsicht, die schon 2015 bei der Hauptversammlung der DLRG-Kappeln befürchtet wurde.

Für Schlömer ist die Entscheidung eine klare Sache, nun intensiv an einer eigenständigen DLRG–Station in Schönhagen zu arbeiten. Gemeinsam mit den Fraktionen, dem Ordnungsamt und der GLC werde man eine Lösung suchen und finden. Zudem soll ein DLRG-Ortsverband gefunden werden, der sich dem Standort Schönhagen zugehörig fühlt. Daran möchte auch Gaipl mitwirken, die betonte, dass der Aufbau einer solchen Zusammenarbeit empfindlich wie eine kleine Pflanze sei. So müssten die DLRG-Leute auch betreut werden, damit eine langfristige Zusammenarbeit entstehe, sagte sie.

Schlömer schätzt, dass Schönhagen künftig sogar sechs Rettungsleute benötigen wird. Die zusätzlichen zwei Retter hängen an dem dann ebenfalls notwendigen Rettungsboot, das jede Station im Wasser liegend vorhalten muss. Und dazu gehören ein Bootsführer und sein Vertreter, erklärte Schlömer. Im Verbund mit Weidefeld reichte ein Boot aus. Wer das in Weidefeld liegende Boot erhält, muss noch geklärt werden. 

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erstellt am 02.Jul.2016 | 06:21 Uhr

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