zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Sanierung : Gemeindetreff muss saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dach und Fenster undicht, Brandschutz unzureichend, Fenster schadhaft – Bauausschuss sieht dringenden Handlungsbedarf

Gammelby | Auf der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag legten sich die Mitglieder vor allem darauf fest, sich zunächst einmal nicht festzulegen. Sowohl bei der Frage der Sanierung des Gemeindetreffs „Alte Schule“ als auch der Anschaffung eines neuen Kommunalschleppers verschob man die Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt, wenn mehr Klarheit über Kosten für Hausumbau beziehungsweise neues Fahrzeug herrsche.

Über die Sanierung der „Alten Schule“, die zum einen Teil als Gemeindetreff, zum anderen als Wohnhaus genutzt wird, wird in Gammelby bereits seit längerem ohne Ergebnis beraten. Speziell ging es bisher um die Fenster des Gebäudes (wir berichteten). Mittlerweile steht die Wiederherrichtung des gesamten Gebäudes zur Frage.

Jens Lassen vom Architekturbüro LPP aus Eckernförde, der mit entsprechenden Vorplanungen betraut wurde, stellte verschiedene Varianten und die jeweiligen ungefähren Kosten vor. Zum derzeitigen Zustand des Gebäudes sagte er: „Es ist ein wunderschönes altes Gebäude. Aber es entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Die Fenster sind zum Teil sehr kaputt. Die Kastenfenster auf der Ostseite müssten in Stand gesetzt werden. Es wäre unglaublich schade, wenn sie nicht erhalten werden könnten.“ Auch die Innenräume seien teils nur in mittelmäßigem Zustand, der Keller leicht feucht. Heutige Brandschutz-Standards würden nicht durchgängig erfüllt. Als am dringendsten eingeschätzt aber wurde vom Architekten wie von den Ausschuss-Mitgliedern die Dämmung des Daches, welches unter Regenschäden leidet. Auch die Frage, ob in Zukunft im Obergeschoss eine, zwei – oder überhaupt keine Wohnung untergebracht werden soll, stand im Raum. Im unteren Bereich befindet sich zurzeit eine belegte Wohnung.

Gemeindevertreter Eckhard Schmidt (KWG) hielt gegen die minimale Variante: „Nicht, dass wir am Ende eine schöne Hülle ohne innere Nutzung haben.“ Dagegen bezeichnete Kelvin Stapelfeld (GWG) Wohnungen im Obergeschoss angesichts der zu erwartenden Kosten, bei denen er „erst einmal schlucken“ musste, als Luxus. Die Ausgaben liegen laut Berechnungen von Lassen je nach Umfang bei bis zu 300  000 Euro. Er wies darauf hin, dass es sich lediglich um einen groben Kostenüberblick handle und fügte an: „Ich finde, das Gebäude hat die Sanierung verdient.“ – „Bei insgesamt 300  000 Euro wäre die Kasse leer“, so Stapelfeld. „Da wäre es besser, das Gebäude leer stehen zu lassen.

Zu einer Entscheidung wollte der Ausschuss sich nicht durchringen. Zu viele Fragen seien noch immer ungeklärt. Weitere Untersuchungen des Gemeindetreffs durch LPP und andere entsprechende Experten des Amtes zu Brandschutz, Wärmedämmung Bauordung, Lärmschutz und Kosten sollen Klarheit schaffen. Nur darin war man sich einig: Eine Sanierung für den Erhalt des Gebäudes ist unumgänglich. Nach Möglichkeit soll zumindest das Dach noch vor dem Winter abgedichtet und wärmeisoliert werden. Das Ergebnis der Entwurfsplanung des Architekten soll bis Ende Oktober zur weiteren Beratung vorliegen.

Kummer macht der Gemeinde auch besagter Kommunalschlepper. Das vor allem für Grünpflege und Winterarbeiten genutzte, 15 Jahre alte Fahrzeug musste in den letzten Jahren häufiger repariert werden. Eine aktuelle Instandsetzung würde knapp 5000 Euro kosten. Deshalb entschied sich der Ausschuss zur Anschaffung eines neuen Schleppers. Auf eines der bestehenden Angebote, deren Kosten zwischen 25  000 und 29  000 Euro liegen, wollte man sich jedoch nicht einigen. Vorsitzender Tarik Stolz (GWG) schlug vor, die in zwei Wochen stattfindende Baumesse in Neumünster abzuwarten, auf der sich eventuell ein besseres Angebot finden lasse. Für einen endgültigen Entschluss wurde auch diese Frage verschoben: auf die kommende Gemeindevertretung am 22. November.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 31.Aug.2016 | 06:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen