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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 10:05 Uhr

Badeaufsicht : Gemeinde setzt auf neue DLRG-Wache

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

GLC und Gemeinde Brodersby skizzieren künftige Nutzung und Finanzierung der neuen DLRG-Wache als Aufbau auf dem Strandhus.

Brodersby | Einer neuen und modernen DLRG-Strandwache samt Unterkünfte ist die Gemeinde Brodersby erneut einen Schritt näher gekommen. Nachdem schon der Bauausschuss einen entsprechenden Entwurf zur Aufstockung des Strandhuses in Schönhagen positiv zur Kenntnis nahm (wir berichteten), empfahl der Finanzausschuss Montagabend auch die Finanzierung. Erleichtert wurde den Ausschussmitgliedern unter Leitung von Jürgen Thietje (CDU) das Konzept, das GLC-Vorstandsvorsitzender Prof. Martin Weigel vorstellte. Dieses hatte er bereits im Vorfeld mit Bürgermeister Christian Schlömer und den Fraktionsvorsitzenden skizziert.

Im Kern sieht das Konzept vor, dass die Glücksburg Consulting AG (GLC), sie betreibt in Schönhagen die Touristinfo, den Neubau der Gemeinde zur Miete übernimmt und auch vollständig die Betreuung und Versorgung der ehrenamtlichen DLRG-Wachgänger übernimmt. Weigel rechnete grob vor, dass der Bau samt verstärkter Statik und gehobener Ausstattung der vier geplanten Doppelappartements rund 650  000 Euro kosten könnte. Die Gemeinde würde diese Summe über einen zinsgünstigen Kredit, beispielsweise der I-Bank, über 25 Jahre finanzieren. Die GLC würde das Objekt verbindlich mieten, wodurch die Gemeinde den Kredit tilgen kann. Da das neue Gebäude allerdings doch für höhere Kosten sorgen werde als bisher, schlug Weigel die moderate Anhebung der Kurabgaben in der Hauptsaison vor. Er brachte eine Erhöhung von 1,2 Euro für Erwachsene auf 1,5 Euro in der Hauptsaison, sowie für Kinder ab zwölf Jahre von 40 Cent auf 70 Cent vor. Dadurch gestalte sich das Vorhaben finanzneutral, so Weigel. Zudem könnten die Appartements in der Vor- und Nebensaison touristisch vermietet werden, was die Einnahmenseite ebenfalls entlasten würde. „Was wir auf keinen Fall wollen, ist auch nur ein Tag Strandverbot“, machte Weigel deutlich. Er, wie auch Johanne Gaipl, Leiterin der GLC-Touristinfo in Schönhagen, sehen in dem attraktiven Neubau auch eine große Chance, im künftigen Wettbewerb um DLRG-Rettungsschwimmer gut vorbereitet zu sein.

Dem pflichteten alle Ausschussmitglieder bei. „Aber uns sitzt die Zeit im Nacken“, machte Bürgermeister Schlömer darauf aufmerksam, dass die neue Badesaison am 15. Mai beginnt. Sollte der Bau im Mai 2017 nicht bezugsfertig sein, könnte auch eine gewisse Zeit von wenigen Wochen überbrückt werden, ergänzte Weigel. Um das Risiko zu reduzieren, gelte es keine Zeit zu verlieren, machten die Gemeindevertreter deutlich. „Nicht einen Tag mit Badeverbot“, erinnerte Schlömer an den Frühsommer, wo wegen fehlender DLRG-Wachleute der Strand in Schönhagen gesperrt wurde.

Angesichts von entsprechenden Bindungsfristen für Gebäude, die durch öffentliche Förderungen mitfinanziert wurden, verzichtet die Gemeinde auf entsprechende Zuschussanträge. So bleibe man unabhängig, und müsse bei einer Nutzungsänderung nichts zurückzahlen. hieß es. „Das vorgestellte Konzept ist eine charmante Lösung“, stellte Dieter Olma (demini) fest. Der Ausschuss empfahl einstimmig:

>Die Kontakte zum DLRG-Ortsverein Hamm mit rund 500 Mitgliedern zur Bildung einer dauerhaften Partnerschaft mit Schönhagen soll aufgebaut werden. Die DLRG-Gruppe soll auch an der Ausgestaltung der Wache beteiligt werden.

>Mit der GLC soll ein angepasster neuer Vertrag für die Nutzung des Strandhuses und der neu gebauten DLRG-Wache erarbeitet werden.

>Es sollen weitere Schritte zur Realisierung des Baus erfolgen.

> Die Baufinanzierung soll ohne Fördermittel erfolgen. Zügig sollen Entwürfe, Ausschreibung und Auftragsvergaben erfolgen.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 06:04 Uhr

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