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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Schleidörfertag : Gebiet um die Schlei wird Festmeile

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine Fahrradtour mit den Bürgermeistern, Dorffeste, mit dem Boot über die Schlei – beim Schleidörfertag bot jede Gemeinde ein Programm.

Winnemark | Wie eine große Festmeile zog sich der Schleidörfertag durch Schwansen. In nahezu allen Dörfern zwischen Kappeln und Lindaunis waren zwischen 10 und 18 Uhr verschiedene Attraktionen aufgebaut, um den Gästen einen schönen Tag zu bereiten.

Bei herausragendem Wetter lud Veranstalter Max Triphaus von der Ostseefjord Schlei GmbH zu einer Radtour durch die verschiedenen Gemeinden. „Auf dem Fahrrad sieht man viel mehr“, sagte Triphaus. Die Tour startete in Maasholm. In jedem Dorf wurde angehalten, und der betreffende Bürgermeister stellte seine Gemeinde einmal kurz vor. Viele von ihnen fuhren die ganze Strecke mit. Den Besuchern stand es frei, die Fahrradtour etappenweise oder im Ganzen zu begleiten.

Die Gemeinde Winnemark lud zum Dorffest. Auf dem Dorfplatz hatten im Vorfeld verschiedene Vereine Stände aufgebaut. Heraus stach der 28 Meter hohe Kran mit einem Ausleger, von dem aus man die komplette Schleiregion sehen konnte. Zudem hatte der HSV-Fanclub „Die Schleigeister“ Preise zum Verlosen von Geschäftsleuten gesammelt. Der Erlös kommt den Klinikclowns der Imlandklinik und der UKSH in Kiel zugute. Den Höhepunkt bildete allerdings das Bobbycar-Rennen: Erwachsene und Kinder konnten sich in drei Altersklassen miteinander messen, indem sie einen Parcours abfuhren. Die Gewinner erhielten kleine Preise. Die ganze Dorfgemeinschaft stand anfeuernd am Rand. Auch Simone Mrotzek und Stefan Fenner aus Göttingen waren bei dem Fest hängen geblieben. „Wir haben gestern von dem Schleidörfertag gehört und wollten uns das mal angucken“, sagte Fenner.

Von Winnemark aus fuhr die Fahrradkolonne um Max Triphaus dann weiter nach Sieseby. Weniger Sportliche warteten auf den eigens eingerichteten Shuttleservice mit Kleinbussen oder auf die drei Segelkutter von „Event Nature“, die die einzelnen Anleger anfuhren. „An Bord durften die Kinder mithelfen Segel zu setzen und der Blick war traumhaft“, erzählte Beate Heinze aus Dresden. Sie verbringt mit einigen Kindern ihren Urlaub in Schwansen und hatte auf der Straße vom Schleidörfertag gehört. „Eigentlich wollten wir nur am Strand liegen, aber hier ist ja überall was los“, sagte sie lachend.

Am Anleger Sieseby empfing die Freiwillige Feuerwehr die Gäste. Auch das Kunsthuset hatte geöffnet. Dort konnten die Kleinen in Ton nach Edelsteinen suchen, während sich die Erwachsenen die verschiedenen Waren anschauten. Besonders viele Fahrradfahrer hielten hier, um sich einmal auszuruhen.

Wulf Dippel und seine Frau Karin waren schon im letzten Jahr mit dem Fahrrad unterwegs. „Da war das Wetter aber schlechter. Dieses Jahr macht das viel mehr Spaß“, sagte er. Für alle, die von den Radtouren eine Pause brauchten, stellten die ansässigen Gastronomien den „Schleidörfer-Teller“ zusammen. Darauf war eine ortstypische Köstlichkeit, die besonders bei den Besuchern von außerhalb großen Anklang fand. Auch die Natur rund um die Schlei stand an diesem Tag im Zentrum. „Und nun weiter, wir haben noch einen weiten Weg vor uns“, sagte Triphaus lachend.

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