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Plattdeutsches Theater : Fußballkenner und Schlagerstars

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Plattdeutsche Bühne Gettorf-Lindau führt „Football is mien Leven“ auf .

Lindau | Originell, lustig, mit Verwechslungen und Überraschungen: Für die diesjährige Spielzeit hat sich die Plattdeutsche Bühne Gettorf-Lindau die Komödie in drei Akten „Football is mien Leven“ von Dirk Böhling, ins Plattdeutsche übersetzt von Gerd Meier, ausgesucht. Geprobt wird seit Oktober, auf der Bühne seit Januar. Einige Requisiten fehlen noch. Bis zur Premiere am Freitag, 17. Februar, um 20 Uhr im Santorini in Siegmunds Gasthof in Revensdorf muss alles sitzen. „Wir sind schon gut davor“, verrät Spielleiter Knud Matthießen. „Wenn es soweit ist, klappt das auch.“

Zum Inhalt sei so viel verraten: Manfred Brenner (Knud Matthießen) ist ein erfolgreicher Sportjournalist im Hörfunk. Jede Woche kommentiert er stimmgewaltig und mit Leidenschaft die Bundesliga. Zusammen mit seiner Frau Silvia (Silke Ehrich), früher eine bekannte Schlagersängerin, und Tochter Kathrin (Silke Reimers) lebt er in einer kleinen Doppelhaushälfte am Stadtrand. Alles scheint in bester Ordnung, hätte Manni Brenner nicht die gesamten Ersparnisse beim Wetten verloren. Da kommt die Anfrage von einem großen Medienverlag gerade richtig. Ein großes Projekt mit Schwerpunkt Fußball soll auf die Beine gestellt werden. Die Zeit läuft, deshalb hat sich auch bereits der kompetente Lektor Patrick Netzer (Hans-Otto Stender) im Hause Brenner angesagt. Und dann passiert es. Manfred Brenner rutscht aus, stürzt und trägt eine Gehirnerschütterung mit Folgen davon. Er kann sich an nichts mehr erinnern. Nicht nur seine Familie ist ihm fremd, auch seine Fußballwetten. „Temporäre Amnesie“ stellt Hausdoktor Dr. Heinz Beckmann (Ulli Schersching) fest. Silvia hat die rettende Idee. Sie wird als gelernte Schlagersängerin einfach ein paar Fußball-Lieder zum Besten geben, während der befreundete Doktor und Fußball-Laie sich als Manni, der Experte, ausgeben soll. Dem echten Manni wird glaubhaft weisgemacht, dass er der Hausdoktor ist. Als sich herausstellt, dass temporäre Amnesien genauso schnell wieder vorbei sein können, wie sie gekommen sind, ist das totale Chaos unabwendbar.

Als Toseggersch hilft Erika Langfeldt bei den Texten, um die Maske kümmert sich Inge Beger. Jedes Jahr ein passendes Stück zu finden, das sei gar nicht so leicht, merkt Knud Matthießen an. Vor allem die Rollen der jugendlichen Liebhaber zu besetzten, bereite ihnen aus Altersgründen zunehmend Schwierigkeiten. Nachwuchs wird also dringend gesucht. „Es wäre natürlich toll, wenn man Platt schnacken kann“, wirbt Matthießen. „Aber man kann es auch bei uns lernen.“ Für ihn und die anderen ist das Theaterspielen ein schöner Ausgleich zum Arbeitsalltag. „Es macht einfach Spaß und wir sind eine nette Truppe“, findet Mitspieler Ulli Schersching. „Das Schönste aber ist, wenn man nachher gute Resonanz vom Publikum bekommt.“

>Die Karten für 7 Euro gibt es ab Montag an den jeweiligen Aufführungsorten.



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erstellt am 14.Jan.2017 | 05:44 Uhr

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