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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Gemeindevertretung : Friedenseiche in Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Außerdem: Geschäftsjahr 2015 schloss mit geschätzten 18000 Euro Minus / Strandhuserweiterung auf dem Weg

Brodersby (Schwansen) | Der beinahe 150 Jahre alten Eiche beim Ehrenmahl für die Kriegstoten geht es nicht gut. Pilze haben den Stamm befallen. Bürgermeister Christian Schlömer (CDU) macht sich Sorgen: „Ich kann mir das Dorf ohne unser Wahrzeichen gar nicht vorstellen.“ Ein anwesender Bürger schlug vor, ein Abschiedsfest zu Ehren der Friedenseiche zu veranstalten, auf der Stücke des Baumes verkauft werden könnten. Schlömer riet von voreiligen Entschlüssen ab. Die Eiche sei noch nicht verloren. Ein Experte werde sie untersuchen.

Wirtschaftsprüferin Gesine Rades legte einen Zwischenbericht des Jahresabschlusses 2015 vor: Das vergangene Geschäftsjahr schloss demnach für den Kurbetrieb mit einem Minus von 18  000 Euro. 2014 lag das Minus bei 23  000 Euro. „Ganz auf eine Null wird man bei einem Kurbetrieb wohl nie kommen“, so Rades. Es gebe aber noch Raum nach oben. Sie wies darauf hin, dass die Zahl für 2015 bisher nur eine vorläufige Schätzung sei. Der Bericht soll in den nächsten Monaten abgeschlossen sein.

In der Gemeinde sind insgesamt 5,2 Kilometer Straßennetz saniert worden. 18  000 Euro kostete das Flicken von Rissen. Saniert wurde weiter der Bäckergang für 4900 Euro. Auch eine Absackung auf der Ostseestraße wurde behoben.


Pläne für das Schleigebiet

Im Juli hatte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) einen Teilmanagementplan für das Schleigebiet vorgelegt. Dabei handelt es sich um eine verbindliche Handlungsleitlinie für Behörden bei der Planung von besonderen Vorhaben. Der in Aufstellung befindliche Teilmanagementplan beschränkt sich dabei ausschließlich auf die Teile des Schutzgebietes, die als unter Schutz stehende Meeresfläche gelten. Was kompliziert klingt, ist es auch.

Die Gemeinde hatte ursprünglich bis zum vergangenen Donnerstag Gelegenheit, beim MELUR eine Stellungnahme zum Plan einzureichen. Diese jedoch konnte aufgrund der Komplexität des Themas bisher nicht fertig gestellt werden. Der Gemeinde wurde deshalb ein Aufschub bis zum 20. November gewährt. „Wenn wir diesen Teilmanagementplan unkommentiert lassen, könnte es sein, dass die Gemeinden künftig Nachteile erfahren“, begründete Bauausschussvorsitzender Michael Mikulsky (demIni) die Wichtigkeit einer Stellungnahme. In dieser kann die Gemeinde etwa ihre Vorstellungen zur künftigen Strandentwicklung darlegen. Dieter Olma (demIni) wies darauf hin, dass die Regelungen Einfluss etwa auf Bademöglichkeiten und damit auch den Tourismus in der Region haben könnten. Bürgermeister Schlömer betonte, es sei wichtig, sich jetzt umfangreich einbringen, um sich Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten.


Strandhuserweiterung

Die DLRG-Unterkunft Schönhagen soll aufgestockt werden. Gleichzeitig plant die Gemeinde, eine Partnerschaft mit der DLRG Hamm einzugehen (wir berichteten). In dem zusätzlichen Stockwerk sollen eine Sauna und andere Räumlichkeiten für die Rettungsschwimmer unterkommen, so Bürgermeister Schlömer. „Die Unterkunft muss attraktiv gestaltet werden, sonst kriegen wir keine Rettungsschwimmer“, so Schlömer. Es herrsche eine Konkurrenzsituation. „Die Rettungsschwimmer gehen dahin, wo es am attraktivsten ist.“ Die Kosten werden auf 550  000 Euro geschätzt. Mit den Planungen wurde das Architektenbüro Wohlenberg aus Eckernförde beauftragt. Nachdem die Tragfähigkeit des Gebäudes geprüft wurde, könnte im Dezember die Baugenehmigung vorliegen. Nach den Vorstellungen der Gemeindevertretung soll das Strandhus bis zum kommenden August einzugsbereit sein.
 

Die Freiwillige Feuerwehr beabsichtigt, ihre Grünanlagen umzugestalten und die Parkmöglichkeiten zu erweitern. Der vordere Bereich soll zur Erweiterung der vorhandenen Parkplätze genutzt, hintere Bereich durch Rasen begrünt werden. Der Bekanntmachungskasten soll vor dem Feuerwehrgerätehaus angebracht werden. Die Arbeiten sollen 5000 Euro kosten und am Sonnabend, 5. November, beginnen.

Die Gemeinde wird den Schützenverein Nordschwansen-Dörphof bei der Anschaffung einer 15  000 Euro teuren elektronischen Schießanlage mit 2000 Euro bezuschussen. „Der Verein hat noch nie zuvor um einen Zuschuss gebeten“, so der Bürgermeister, und Dieter Olma ergänzte: „Der Verein hat das Schützenheim komplett mit eigenen Mitteln hochgezogen, und er stellt es auch anderen Vereinen für alle möglichen Veranstaltungen zur Verfügung. Sie tun also etwas fürs Gemeinwohl.“

Ein auf das Atelier von Rosa Peters hinweisendes Klappschild auf Gemeindegrund im Bereich Ecke Schloßstraße/Am Brekenbarg darf wieder aufgestellt werden. „Frau Peters macht sehr viel für die Gemeinde und ihr Atelier ist wichtig für den Tourismus“, begründete Michael Mikulsky die Entscheidung. Die Regelung gilt, bis die Gemeinde eine generelle Idee einer einheitlichen Beschilderung beschlossen hat.



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erstellt am 22.Okt.2016 | 05:59 Uhr

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