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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:07 Uhr

Sparkasse setzt den Rotstift an : Förde Sparkasse schließt drei Filialen in der Region

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Am 18. November ist der letzte Tag für die Sparkassen-Filialen Eckernförde-Nord, Karby und Osdorf. Im Kreis Plön werden weitere vier und in Kiel eine Filiale geschlossen.

Die Förde Sparkasse zieht sich weiter aus der Fläche zurück. Das ist das Ergebnis der jüngsten Filialschließungsrunde, die das öffentlich-rechtliche Geldinstitut gestern per Presseerklärung verkündet hat. Drei der acht von der Schließung betroffenen Sparkassen-Filialen befinden sich im Kreisteil Eckernförde. Der 18. November ist der letzte Tag für folgende Filialen:

> Eckernförde-Nord in der Ostlandstraße: 3 Mitarbeiter müssen auf neue Standorte verteilt werden;

> Karby: Zwei Mitarbeiter werden versetzt, es bleibt eine SB-Station; > Osdorf: Drei Mitarbeiter werden versetzt.

Die weiteren Filialschließungen: Kiel Vinetaplatz, Plön-Ost, Preetz-Nord, Preetz-Süd, Schönkirchen-Süd. Die Förde Sparkasse weist darauf hin, dass sie mit 82 Filialstandorten, davon 34 SB-Stationen, auch künftig „das mit Abstand dichteste Filialnetz im Geschäftsgebiet“ betreibt.

Der vierköpfige Sparkassenvorstand um den Vorsitzenden Götz Bormann und seinen Stellvertreter Ulrich Boike begründet die Einschnitte in das Filialnetz mit „Veränderungen des Kundenverhaltens und steigende Anforderungen an die Beratungsqualität“. Die Nutzung digitaler und mobiler Kanäle nehme zu, während die Anforderungen an die persönliche Beratung in der Filiale wachse. Ein gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittener Service sei eine wesentliche Herausforderung, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben. „Nähe wird durch unsere Kunden zunehmend neu definiert und bedeutet heutzutage, dass der eigene Berater möglichst einfach über viele Kanäle erreichbar ist. Die Förde Sparkasse investiert daher in den Ausbau digitaler Kanäle, um nicht nur vor Ort, sondern auch im Netz einen schnellen Zugang zu Service- und Beratungsangeboten zu ermöglichen“, teilte die Sparkasse mit. Die „Anpassungsmaßnahmen“ erforderten die Zusammenlegung oder Schließung von acht Filialen. „Anpassung“ heißt konkret: Schließung oder Umwandlung in eine Selbstbedienungsstation.

Diesem Vorschlag des Vorstands hat der Verwaltungsrat der Förde Sparkasse am Donnerstag mehrheitlich zugestimmt. Das heißt: Die meisten in dem illustren Kreis der Bürgermeister, Landräte oder Amtsdirektoren waren dafür, aber es gab auch Bedenken, Widerstände und Gegenstimmen (siehe Bericht unten) gegen den eingeschlagenen Kurs der Förde Sparkasse.

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erstellt am 24.Sep.2016 | 06:50 Uhr

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