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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:27 Uhr

Kegeln : „Flotte 13“ macht 40 Jahre voll

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kegelclub „Flotte 13“ wird 40 Jahre alt / Martha Blödorn ist einziges noch aktives Gründungsmitglied

Gammelby | Wenn alle Neune fallen, dann verkündet dies der Klang der Glocke und die Stimmung bei den Keglerinnen des Clubs „Flotte 13“ ist ausgelassen. Alle 14 Tage kommen sie zusammen und kegeln. Im August 1976 wurde der Kegelclub gegründet. Das 40-jährige Jubiläum feiern die Damen mit ihren Partner in Kürze mit einem kleinen Fest.

„Wir haben viel Spaß und schnacken gerne“, berichtet Mariechen Bauer, die im kommenden Jahr 40 Jahre dabei ist. Seit der ersten Stunde dabei ist Martha Blödorn (79). Sie liebt es, mit den Freundinnen zusammenzukommen und zu kegeln. Seit April 2012 sind die „Flotte 13“ im Hotel Gammelby zu Hause, wo sie die Kegelbahn nutzen. Am liebsten spielen sie „60-Wurf“, das heißt 30 Würfe auf der rechten Bahn und 30 Würfe auf der linken Bahn. Die Punkte werden intern addiert. „Wenn dann noch etwas Zeit ist, wird Tannenbaum-Kegeln gespielt, berichtet Marlit Jahn.

Bevor der Kegelabend aber richtig beginnt, gibt es einen Kurzen zur Begrüßung. Einen Grund dafür gibt es immer, sagen die Damen. Und an Karneval, da laufen die Damen mit Faschingshut auf und werfen alle Neune. Mit „Gut Holz“ geht es dann los. Den Auftakt machen dieses Mal Martha Blödorn und Doris Lohmann. Auch Lohmann feiert jetzt ein Jubiläum. „Ich kam vor 30 Jahren zu der Gruppe, als ich den Bericht zum zehnjährigen Jubiläum in der Zeitung las“, berichtet sie. Und ihr gefällt es sehr. Neben dem Kegeln unternimmt die Gruppe jährlich eine Tagesfahrt, alle zwei Jahre eine Wochenendtour und außerdem gehen sie gerne mal zusammen Essen und lassen es krachen, wie sie selber berichten. Besonders freuen sich die Keglerinnen, dass sie einmal im Jahr statt der großen Kugeln mit Luftdruckwaffen auf dem Schießstand des 1. Eckernförder Schützenvereins anlegen. Regina Nielsen, Vorsitzende der Schützen, gehört auch zur „Flotte 13“. Die Mitglieder kommen aus Eckernförde, Rieseby und den Nachbargemeinden.

Die Gründung des Kegelclubs geht auf ein Eisenbahnerfest 1976 in der Eckernförder Seelust zurück. Die Männer feierten damals und einige Damen, die ihre Männer begleiteten, stellten schnell fest, dass auch sie einen Club oder vergleichbares brauchten, um sich zu treffen und zu schnacken, berichtet Mariechen Bauer. Und so war der Club „Flotte 13“ gegründet. Und sobald jemand nicht mehr kegeln mochte, wurde der freie Platz neu vergeben. Dadurch sei es ihnen auch gelungen, 40 Jahre alt zu werden. Viele Clubs oder Gruppen würden sich irgendwann auflösen, weil keine Verjüngung stattfindet. Der Kegelsport gehe stark zurück, stellt Bauer fest, um so glücklicher sind sie, dass sie so eine flotte und gesellige Gruppe sind. Und gut obendrein. Als die „Flotte 13“ im Vorjahr erstmals mit zwei Teams an einem Pokalkegeln auf Einladung der Kegelsportgruppe aus Owschlag/Norby teilnahmen, da brachte eine Mannschaft im Wettstreit mit zwölf Mannschaften den Pokal mit nach Gammelby. Im Oktober werden sie den Pokal verteidigen.

In den vier Jahrzehnten hat die „Flotte 13“ schon eine Reihe von Kegelbahnen erlebt. Zunächst spielten sie bis 2008 in der Stadthalle Eckernförde. Von dort aus zogen sie in den Lindenhof in Borby/Eckernförde um. 2012 wurden sie wieder heimatlos und fanden in Gammelby eine neue Heimat „Hier fühlen wir uns sehr wohl“, sagt Bauer. Und so greifen sie wieder zu ihren Kugeln, vermelden schön „Pudel“ und „alle Neune“, beides führt zu Zahlungen an die Feierkasse. Die zweieinhalb Stunden Kegeln vergehen wieder wie im Flug.

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erstellt am 13.Aug.2016 | 06:35 Uhr

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