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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 19:47 Uhr

Musik : Flötenspiel – gut für die grauen Zellen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wenig Interesse am Tag der offenen Türe beim Verein ProMusica in der Isarnwohld-Schule / Bedeutung von Instrumentspielen unterschätzt

Gettorf | Musik klingt aus den Räumen. Klavier, Flöte, Violine. Es ist die Gelegenheit, unterschiedliche Instrumente unter fachkundiger Anleitung auszuprobieren, Musikpädagogen kennenzulernen und sich über Instrumentalunterricht zu informieren. Doch kaum Kinder und Eltern besuchten am Sonnabend den Tag der offenen Tür des Vereins ProMusica an der Gettorfer Isarnwohld-Schule. Sehr schade fanden das die sechs Instrumentallehrer, die für den Tag verschiedene Instrumente mitgebracht hatten, und die Vereinsvorsitzende Gabriele Weiß-Jonas, Diplom-Flötistin und Musikpädagogin aus Kiel, die Querflöte und Blockflöte unterrichtet. Daher fiel ihr Plädoyer für die Musik noch deutlicher aus, die doch oft zu kurz komme, auch weil Eltern und Schule ihr nicht den entsprechenden Wert beimessen würden.

„Kinder mögen Musik“, weiß sie. „Sie müssen das nur angeboten bekommen.“ Ein Musikinstrument spielen zu lernen, fördere sehr vielseitig, führte sie aus. Man müsse Noten lesen, hören und gleichzeitig etwas mit den Händen tun. Es sei inzwischen neurobiologisch nachgewiesen, dass Musizieren die Ausbildung der rechten und linken Gehirnhälfte fördert, deren Verbindung stärkt und entscheidende Impulse für eine gesunde, sprachliche, kognitive und soziale Entwicklung gibt. Musik, Kunst und Sport seien etwas, bei dem Kinder sich fühlen lernen und ihre motorischen Fähigkeiten ausprobieren können. „Schulleitung und Musiklehrer in Gettorf unterstützen uns wohlwollend“, hob sie hervor. „Sie freuen sich, dass wir so etwas anbieten.“

Der 2005 gegründete Verein ProMusica in Gettorf mit derzeit 167 Mitgliedern sieht seine Aufgabe darin, die musikalische und kulturelle Aus- und Weiterbildung in Gettorf und dem Dänischen Wohld zu fördern. In Kooperation mit dem Schulverband Gettorf und Umgegend vermittelt er zwischen an Unterricht Interessierten und Instrumentallehrern, stellt Übungs- und Unterrichtsräume sowie Instrumente zur Verfügung, bietet Veranstaltungen wie Projekttage für die 5. und 6. Klassen, Workshops und Konzerte an. ProMusica kooperiert derzeit mit 14 Instrumentallehrkräften, die Querflöte, Blockflöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Tuba, Gitarre, E-Bass, Klavier, Akkordeon, Keyboard, Schlagzeug, Geige und mehr unterrichten.

Aus einem der Klassenräume erklingt ein kleines Querflöten-Duett. Instrumentallehrerin Andrea Riegel aus Schinkel übt mit ihrer 13-jährigen Schülerin Nele Schröder aus Neuwittenbek. Vor sechs Jahren fing sie an, Blockflöte zu spielen, wechselte später aber zur Querflöte. „Weil ich das einfach schöner fand“, sagt Nele. Sie spielt im Symphonischen Blasorchester Neuwittenbek von Andreas Siry und in der Junior Brass Band der Ricarda Huch Schule in Kiel. Andrea Riegel ist zufrieden mit ihrer Schülerin und lobt: „Flöte passt gut zu ihr, weil sie so schnell mit den Fingern ist.“

Weitere Informationen zur Musik und den Angeboten des Vereins gibt esbei Gabriele Weiß-Jonas unter Tel.0431/71  68  81, per E-Mail an gabi.weiss@floete-kiel.de oder im Internet unter www.promusica-gettorf.de.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 06:43 Uhr

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