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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 01:31 Uhr

Tag der offenen Tür : Fleckebys Feuerwehr lässt es brennen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tag der offenen Tür bei den Brandschützern / Programm für Jung und Alt / Aktive und Jugendliche zeigen ihr Können

Der Brand von Fett wird oft unterschätzt, er kann jedoch verheerende Auswirkungen haben. Die Freiwillige Feuerwehr Fleckeby demonstrierte dieses Szenario am Sonnabend bei ihrem Tag der offenen Tür eindrucksvoll. Auf dem Vorplatz hatten die Brandschützer eine Eigenkonstruktion errichtet, die dem Aufbau einer Fritteuse gleich kommt. Wer im Ernstfall auf die Idee kommt, das entzündete Fett oder Öl mit Wasser zu löschen, muss mit fatalen Folgen rechnen. „Über 600 Grad Celsius hat die Flamme jetzt“, sagte Jugendwart Frank Künemund, der die Temperatur mit einem Spezialgerät messen konnte. Aus sichererer Entfernung goss einer der Kameraden dann Wasser in die Flamme. Explosionsartig entstand eine riesige Stichflamme, die allen Zuschauern einen gehörigen Schrecken einjagte. „Nicht mit Wasser löschen“, betonte Künemund. Vielmehr sollte man eine Decke, besser noch eine Löschdecke griffbereit haben.

Fleckebys Wehrführer Ralf Dibbern war mit der Beteiligung an dem Aktionstag der Wehr rund um das Gerätehaus sehr zufrieden. Alle zwei Jahre lädt die Wehr zum Tag der offenen Tür, will Werbung in eigener Sachen machen und Interessierte für das Ehrenamt gewinnen.

Neben der Fettbrand-Explosion zeigten auch die Jugendlichen in der Wehr, was sie schon drauf haben und stellten in null Komma nichts einen Löschangriff auf die Beine. „Wasser marsch“ hieß es dann schon nach kurzer Zeit. Etwa 20 Mädchen und Jungen sind in der Jugendfeuerwehr aktiv. „Wer zehn Jahre alt ist, kann mitmachen“, so Dibbern. Die Übungsabende sind immer montags von 18 bis 20 Uhr.

Für die Kinder hatten die Brandschützer zudem einen Schminkstand organisiert, an dem Ellen Möller und Jens Seemann die jungen Besucher in Prinzessinnen, Piraten und Löwen verwandelten. Quasi nonstop machte das Löschfahrzeug immer wieder halt am Festplatz, alle Kinder wollten eine Runde durchs Dorf drehen. Es gab eine Spritzwand, bei der die Lütten mit einem Feuerwehrschlauch in Löcher einer stilisierten Häuserfassade aus Holz zielen mussten.

Im Gerätehaus spielte das Original Schleiblasorchester und präsentierte ein abwechslungsreiches Repertoire – vom Schlager bis hin zum Rockklassiker „Smoke on the water“.

Bürgermeisterin Ursula Schwarzer überreichte nach den Übungen der Jugendfeuerwehr eine Spende über 200 Euro – ein Teil des Überschusses vom Lauf zwischen den Meeres, bei dem sich die Feuerwehr Jahr für Jahr engagiert einbringt. Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt, versicherte die Wehrführung, beispielsweise für das Zeltlager oder die Fahrt in den Hansa-Park. 

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erstellt am 04.Sep.2016 | 06:15 Uhr

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