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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

PIRATENSPEKTAKEL GROSSER ERFOLG : Flaggenpanne: Piraten fordern Gold

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Einholen der Piratenflagge am Sonntagabend gab es einen Fauxpas: Der Fahnenmast war verschlossen. Die Piraten hängten eine Nacht dran und erhöhten die Lösegeldforderung.

Eckernförde | Alles war angerichtet: die Fackeln entzündet, Drums & Pipes vorne weg, die Piraten in voller Montur dahinter, Bürgervorsteherin Karin Himstedt eingekeilt zwischen den Anführern Käpt’n Sven Rosa Black (Sascha Lück) und Käpt’n Renate (Thomas Neidt) und viele bürgerliche Freunde der Piraten im Zug dahinter. Dann das Malheur: der Fahnenmast auf dem Rathausmarkt war verschlossen, kein Schlüssel greifbar, das Heiligtum der Piraten, die Totenkopfflagge, musste bleiben, wo sie war. Die entsetzten Piraten fühlten sich brüskiert, fordern Gold als Entschädigung von der Stadt und blieben eine weitere Nacht in Eckernförde. Erst gestern um 12 Uhr wollten sie den in einer Truhe festgesetzten Bürgermeister wieder freigeben, den Anker lichten und mit einer großen, randvollen Kiste Stadtgold das Weite suchen.

Man merkte ihnen deutlich an, dass ihnen der Aufenthalt in Eckernförde in diesem Jahr ganz besonders gut gefallen hat. Der große Rückhalt in der Bevölkerung und die vielen begeisterten Kinder, die ihrem Ruf ins Piratenlager am Strand gefolgt waren, sind auch für die hartgesottensten Piraten etwas Besonderes. Käpt’n Sven Rosa Black wusste, was er zu tun hatte: Bei der Abschlusskundgebung auf der Hafenbühne dankte der stattliche Piratenführer allen Beteiligten, Mitwirkenden, Schaustellern, den Helfern der Touristik und der Stadt und allen anderen Helfern sowie den vielen tausend Besuchern „für das tolle Fest“. Bürgervorsteherin Karin Himstedt dankte wiederum den Piraten, die drei Tage lang zum Spaß vieler Kinder ihr Unwesen in Eckernförde getrieben hätten. „Ich wünsche mir, dass ihr nächstes Jahr wiederkommt, auch mit Magister Wigbold – ohne Dich geht gar nichts.“

Der Angesprochene (Gabriele Pahms) nutzte die Gelegenheit, den „Landratten“ das piratische Denken nahezubringen, das in diesem Jahr durch einen „Generationenkonflikt“ auf die Probe gestellt wurde.   „Es gibt nicht die Besten, bei uns geht es um die Gemeinschaft. Zusammen sind wir unbesiegbar. So manche Landratte könnte von uns noch was lernen, will ich meinen!“

Wie edel, hilfreich und gut Piraten auch sein können, zeigte anschließend Käpt’n Renate. Die bei den „Geschäftsbesuchen“ der Piraten von den Kaufleuten gespendeten 160 Euro übergaben die in jeder Hinsicht ehrenamtlich tätigen Kornersfjord-Piraten an den Verein für krebskranke Kinder und Jugendliche, und packten aus eigener Tasche noch einmal 80 Euro drauf. Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, konnte am Ende des Spektakels allen 70 aktiven Piraten nur seinen großen Dank für den dreitägigen Einsatz aussprechen. In sein dreifaches „Ahoi!“ stimmte der Chor aus vielen hundert Kehlen ein, bevor sich alle das auf See abgefeuerte Feuerwerk ansahen und nach knapp 15 Minuten lautstark applaudierten.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 06:28 Uhr

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