zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

Fischerei und Naturschutz: Informationen aus erster Hand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die kürzliche Exkursion der Heimatgemeinschaft an den Hafen hat vielen Teilnehmern die Augen geöffnet: Wie schwer es die Fischerei in der heutigen Zeit hat, wurde ihnen spätestens klar, als sie aus erster Hand von den vielen behördlichen Auflagen erfuhren.

Lorenz „Lorne“ Marckwardt, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes, berichtete hier über die Fischerei. Die Teilnehmer erfuhren, welche Maschenweite bei den Netzen wichtig ist und welche technischen Ausstattungen für die Kutter von Bedeutung sind. Auch erklärte er die Nutzung der Netzhalle, des Eishauses, die Vermarktung des Fisches und vieles mehr. Allein in Schleswig-Holstein werden laut Marckwardt rund 58  000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Wert von über 50 Millionen Euro von den kleinen Hochsee- und Küstenfischern angelandet. Das wichtigste Ziel des Landesfischereiverbandes sei es, den Berufsstand des Fischers zu halten, so Marckwardt. Dafür müsse Verständnis in der Politik geweckt werden.

Der Schutz der Schweinswale ist ein gemeinsames Projekt von Fischern und Ostsee Info-Center, berichtete dessen Leiter Claus Möller. Von Anfang Juli bis Ende August, in der Paarungs- und Kalbungszeit, begrenzen die Fischer die Länge ihrer Stellnetze, damit sich die einzigen in der Ostsee heimischen Wale bei der Beutejagd auf Makrele und Hering nicht in den Netzen verfangen. Über das Ostsee Info-Center werden die Maßnahmen koordiniert. Und auch Meeresenten können sich bei der Nahrungssuche in den Maschen der Stellnetze verheddern und ertrinken. Deshalb gilt von Mitte November bis Ende Februar an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ein Warnsystem. Ist die Warnstufe „Rot“ erreicht, verzichten die Fischer in dem betroffenen Gebiet auf Stellnetzfang, bis die Enten wieder abgezogen sind.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 06:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen