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Eckernförder Zeitung

29. Juni 2016 | 04:01 Uhr

Grüne Woche : Fische ohne Gräten waren der Hit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Minister freut sich über Schleswig-Holstein Lolly / „Hügelland am Ostseestrand“-Botschafter werben für Produkte aus der Region

Schön bunt präsentiert sich der Norden. Hellblau, rot, grün und gelb schimmern die Bonbons in den Zellophantüten. Hinter der Auslage steht Heike Herbst, schenkt den vorübergehenden Besuchern ein fröhliches Lächeln und bietet ihnen Kostproben an: „Fische – garantiert ohne Gräten!“ Da greifen die Berliner gerne zu. „Eckernförder Sprotten“ aus der Bonbonkocherei sind der Renner auf der Grünen Woche, bei der sich die Aktiv-Region „Hügelland am Ostseestrand“ mit einem eigenen Stand gut in Szene setzt.

Neben dem Stand steht Hans-Claus Schnack. Der Vorsitzende vom Naturpark Hüttener Berge ist ein unermüdlicher Botschafter seiner Heimat. „Darf ich Ihnen etwas aus unserer Region mitgeben?“, fragt er höflich und überreicht kleine Tüten voller Informationsmaterial. Darin unter anderem Prospekte vom Naturpark, von der Heuherberge in Sehestedt und vom Hotel „Schützenhof“ in Groß Wittensee sowie von der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg. Schon die kleine Auswahl zeigt – es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, im Hügelland zu übernachten.

Dirk Naeve ist mit Sohn Sören angereist. Bei ihnen in der Heuherberge kann man im herkömmlichen Bett oder aber im Heu schlafen. „Die Norla kennen wir“, sagt der Senior, „in Hamburg sind wir vertreten – nun erschließen wir das Berliner Land“. Einen Unterschied hat der Sehestedter bereits festgestellt. „Hier haben die Menschen weniger Zeit.“ Sie verweilen nicht so lange am Stand. Dennoch hat er bereits gute Gespräche geführt, auch wenn ihr Werbeplakat einwenig versteckt steht. „Sonst bauen wir immer unser Heubett auf“, verrät er. Das sei ein Bauernbett, gefüllt mit Heu, darin Gutscheine versteckt – das ziehe sofort die Aufmerksamkeit auf sich. „Aber das durften wir hier nicht.“

Dirk und Sören Naeve schlafen in Berlin nicht im Heu – aber bei Stammgästen. „Die kommen seit zwanzig Jahren zu uns.“ Jetzt fahren sie abends nach Leegebruch im Landkreis Oberhavel und essen zum Frühstück Schrippen statt Brötchen. Für Landwirtschaftsminister Habeck hat Dirk Naeve extra Apfelstuten gebacken. „Er ist ja Vegetarier und wir haben sonst nur Fleisch im Angebot.“ Es dauert allerdings, bis der Minister von den kleinen Küchlein kosten kann.

Gegen Sonnabend Mittag soll Habeck zum Rundgang durch die Schleswig-Holstein-Halle erscheinen. Zwei Mal verschiebt sich der Termin. Als der Minister kommt, nimmt er sich viel Zeit für jeden Stand. In der Zwischenzeit haben Bernd und Silke Schmidt vom Hotel „Schützenhof“ in Groß Wittensee zahlreiche Gespräche geführt. Nicht nur mit potentiellen Gästen, sondern auch mit den Kollegen der Aktiv-Region oder anderen Hoteliers. „Mal über den Tellerrand schauen“, lautet ihre Devise und ein paar Ideen sammeln. Und Kontakte knüpfen – auch zu den anderen Akteuren der Aktiv-Region. Ob der Messe-Besuch ein Erfolg werde, das sei nicht messbar, erklärt Silke Schmidt. Aber sie ist positiv gestimmt: „Es bringt sicher was.“

Der Meinung sind auch Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Lokaltourismus-Organisation Eckernförder Bucht, und Andreas Betz, Amtsdirektor der Hüttener Berge. Während sie auf den Minister warten, wird vorne auf der Bühne Anke Mehrens interviewt. Die Landfrau aus Gnutz ist wieder einmal als „Botschafterin heimischer Produkte“ unterwegs und klärt darüber auf, dass das Gütezeichen Schleswig-Holstein nicht an Betriebe, sondern an einzelne Produkte verliehen wird. Auch ohne Gütezeichen gehört das Wittenseer Wasser zu den guten Produkten aus der Region, das Juliane Rumpf an die Spree gebracht hat. Sie ist im Vorstand der Aktiv-Region und wird die ganze Woche als Botschafterin des Hügellandes in Berlin bleiben.

Es ist schon halb sechs, als Landwirtschaftsminister Habeck endlich im „Hügelland am Ostseestrand“ einen Stopp einlegt. Er probiert den Apfelstuten, hat aber eigentlich nur Augen für die bunten Bonbons und unterhält sich angeregt mit den Herstellern Heike Herbst und Hermann Hinrichs. Am Ende hat er in einer Tasche mehrere Schleswig-Holstein-Lollies in den Farben Blau-Weiß-Rot. Und in der anderen Hand den Bericht „Zukunftsstrategie Daseinsvorsorge“ vom Amt Hüttener Berge, denn dieses Thema beschäftigt ihn zurzeit. Wenn der Minister längst wieder in Schleswig-Holstein ist, sind die Akteure der Region nach wie vor in Berlin und sorgen dafür, dass in Zukunft viele Menschen von den Vorteilen des Hügellandes am Ostseestrand wissen.

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erstellt am 18.Jan.2016 | 06:08 Uhr

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