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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 08:55 Uhr

Breitbandausbau : Finanzspritze für schnelles Internet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Breitbandzweckverband der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln erhalten rund 4,4 Millionen Euro Fördermittel

Eckernförde | Dem Ausbau des schnellen Internets ist der Breitbandzweckverband der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln erneut ein gutes Stück näher gekommen. Mit zwei Förderbescheiden über insgesamt über 4,4 Millionen Euro im Gepäck kehrte gestern die Delegation des Zweckverbands und des Amtes Schlei-Ostsee aus Berlin zurück.

Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger, seine zweite Stellvertreterin, Ursula Schwarzer, Amtsdirektor Gunnar Bock und Jan Schmökel, Berater des Breitbandzweckverbands, erhielten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt einen Förderbescheid über 4  379  508 Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes. Damit gehört der Verband neben dem Kreis Steinburg zu den beiden ersten Empfängern der Fördermittel in Schleswig-Holstein.

Insgesamt wurden in der ersten Vergaberunde von Fördermitteln bundesweit 55 Ausbauprojekte bezuschusst. Das Geld stammt aus den 2,7 Milliarden Euro schweren Bundesförderprogrammen, deren Mittel über das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für den Breitbandausbau für unterversorgte Landkreise und Kommunen bereitgestellt werden. Ziel ist es, einen Netzzugang von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu schaffen.

Der Breitbandzweckverband plant ein Glasfasernetz in den Mitgliedsgemeinden zu verlegen,und dabei möglichst jedes Haus zu erreichen. Es wird mit Kosten von etwa 21 Millionen Euro in den Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee gerechnet.

Der Ausbau des Netzes im Gebiet der Stadt Kappeln wird auf fast sieben Millionen Euro geschätzt. Hierfür reichte Verbandsvorsteher Keinberger einen weiteren Förderantrag ein. Dabei werde mit fast zwei Millionen Euro gerechnet, sagte Amtsdirektor Gunnar Bock auf Nachfrage der EZ.

Mit dem zweiten Förderbescheid über 50  000 Euro werden die Kosten zur Planung und Beantragung der Bundesfördermittel für den Netzausbau für den Bereich Stadt Kappeln gefördert. Dieser Bescheid war bereits am Dienstag von Dobrindt übergeben worden und nun von der Delegation ebenfalls in Empfang genommen worden, sagte Bock.

In der Kappelner Stadtverwaltung ist Ulrich Bendlin der Breitband-Verantwortliche, und er hatte gestern spontan ein Wort für die Förderzusage übrig: „Super!“ In etwas mehr Ausführlichkeit wagte er einen Blick in die Zukunft. „Es ist jetzt durchaus möglich, eine höhere Anschlussquote als unsere angepeilten 90 Prozent zu erreichen“, sagte er. Das trage dazu bei, das Projekt in Gänze und damit eine ganze Region nach vorne zu bringen. Und dann schickte Ulrich Bendlin noch lobende Worte über die Schlei. „Wir haben mit dem Amt Schlei-Ostsee einen äußerst energischen, zuverlässigen und hochmotivierten Partner an unserer Seite“, sagte er und sprach davon, dass dort teilweise Nächte durchgearbeitet worden seien, um Förderanträge fristgerecht einreichen zu können. Bendlins Hoffnung: „Ich wünsche mir, dass sich diese Dynamik für das Projekt auch auf die Bürger überträgt.“

Sie seien sehr zufrieden und auch beeindruckt, in welch festlichem Rahmen die Übergabe erfolgte, sagte Bock. Zudem seien sie alle beeindruckt von der Fördersumme, die in der Höhe wirklich „etwas ganz Besonders ist“. Mit der Zusage der Förderung seien sie auch zuversichtlich, dass ganze Projekt des Netzausbaus gut zu meistern. Bisher laufe das Verfahren sehr gut, stellte Bock auch im Namen des Zweckverbandsvorstands fest. So erwarte man bis zum 9. Mai Rückmeldungen interessierter Firmen, die an der Ausschreibung des Netzausbaus für das gesamte Verbandsgebiet Interesse haben.

Die Bahnfahrt nach Berlin hatte die Gruppe genutzt, um noch letzte Details in den Ausschreibungsunterlagen zu besprechen. Diese werden den an der Ausschreibung interessierten Firmen zugeschickt, erläuterte Bock. Der Verband erwartet zahlreiche Angebote, die dann vermutlich bis Ende Juni eingereicht werden. Im Juli erfolgen nach derzeitigem Plan die Verhandlungen und Präsentationen der Anbieterfirmen. Im Spätsommer könnten dann Aufträge vergeben werden. Das große Ziel ist, dass ab 2017, in Abhängigkeit vom Wetter, die Bagger rollen und die Glasfaserkabel verlegt werden, sagte Bock. Wo gestartet wird, das stehe noch nicht fest und werde im Zuge der Verhandlungen geklärt.

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erstellt am 30.Apr.2016 | 06:34 Uhr

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