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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 23:24 Uhr

sh:z-Tournee : Eule, Delfin, Strauß – eine schwere Wahl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen zeigt auf der sh:z-Tournee an 14 Redaktionsstandorten drei Filme. Das Publikum wählt seinen Favoriten.

Eckernförde | Wer hätte das gewusst? Wenn die Zahl der Lemminge im Winter knapp wird, legt die sibirische Schneeeule bis zu 5000 Kilometer an die deutsche Nordseeküste zurück, um hier kleinen Nagern und Seevögeln nachzustellen. Sie wird mit dem Attribut der Weisheit belegt – ganz anders der Amazonasdelfin, der laut der Indianermythen als gutaussehender Mann an Land gehen kann und junge Frauen verführt. Damit haben Strauße so gar nichts zu tun: Die größten Vögel der Erde sind zum Laufen geboren, doch die ersten Wochen ihres Lebens sind von einem unerbittlichen Überlebenskampf geprägt.

Drei Tiere, drei Filme: Die Gäste der sh:z-Tournee von Schleswig-Holsteinischem Zeitungsverlag und Internationalem Naturfilmfestival Green Screen hatten am Mittwochabend die Wahl. Im ausverkauften Carls sahen sie die Filme „Die Reise der Schneeeulen“, „Tiermythen – die Kinder des rosa Delfins“ und „Der Strauß – zum Laufen geboren“. Am Ende konnten sie darüber abstimmen, welcher Film ihnen am besten gefallen hat, und so über die Vergabe des bei Naturfilmern so beliebten Green-Screen-Publikumspreises mitbestimmen. An 14 Redaktionsstandorten des sh:z werden die drei Filme gezeigt, bis zu 3000 Zuschauer stimmen insgesamt über ihren Favoriten ab. Wer am Ende die Nase vorn hat, wird erst bei der Preisverleihung des Naturfilmfestivals am 17. September in der Eckernförder Stadthalle bekanntgegeben.

Dabei waren die Filme in ihrer Machart vollkommen unterschiedlich. Die Schneeeulen in Sibirien zum Beispiel sind von der Population der Lemminge abhängig: Hier spielt auch der Klimawandel eine Rolle. Die Amazonas-Delfine werden von den Indianern verehrt, doch skrupellose Fischer benutzen ihr Fleisch als Köder. Strauße in der Namib-Wüste dagegen müssen den Zeitpunkt des Brütens so wählen, dass ihre Küken kurz vor der Regenzeit schlüpfen. Ansonsten beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben.

Die Naturfilme lockten jung und alt ins Carls, das von Wolfram Greifenberg erneut kostenlos für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurde. Mit sieben Jahren war Oke Holst der jüngste Besucher und entschied sich für den Film über die Strauße. „Der war am besten gemacht“, sagte er. Sein Vater dagegen bevorzugte die Schneeeulen, währen die Großmutter ihre Stimme für die Delfine abgab. Der Publikumspreis – seine Vergabe dürfte spannend werden.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 05:45 Uhr

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