zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 13:01 Uhr

Emotionale Wucht und lokale Wurzeln

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kaum hat das Festival begonnen, ist es auch schon fast wieder vorbei. Die fünf Tage vom 14. bis 18. September vergehen wie im Flug. Überall emsiges Treiben, Schülerkolonnen ziehen durch die Stadt, Helfer in Dunkelgrün eilen durch die Gassen. Aber sobald die sechs provisorischen Kinosäle gefüllt sind, das Licht ausgeht und die Filme beginnen, wird es sehr still. Das Geschehen auf der Leinwand zieht die Zuschauer in den Bann. Sie staunen, sind fasziniert, kommen den Tieren so nah. Es sind nicht nur die Bilder, es ist auch der Ton, die Musik, die extrem hohe technische Qualität der Aufnahmen, die den Tier- und Naturfilmen eine solch ungeheure emotionale Wucht verleihen, der sich kaum jemand entziehen kann.

Diese Filme sind großartiger Stoff. Lehrreich, spannend, authentisch, voller Gefühl, manchmal zum Heulen, dann wieder zum Schmunzeln oder befreiendem Lachen. Da kann kaum ein Spielfilm mithalten, höchstens ein WM-Halbfinale oder -Finale von höchster Brisanz wie 2014 in Brasilien. Wie sagte es doch Kameramann und Autor Roland Gockel so treffend: „Die Natur ist ein wunderbarer Regisseur und schreibt immer wieder neue Geschichten.“

Neue Geschichten schreibt auch immer wieder das Festival selbst. Etwa die von Anne Olzmann und Yann Sochaczewski. Eine besonders schöne und emotionale Geschichte. Die beiden Filmemacher haben sich bei Green Screen kennen und lieben gelernt und sind seit letztem Dezember ein Ehepaar. Oder Kamerafrau Christina Karliczek, die zwei Jahre im extremen Klima Neuseelands drehte und während der Eröffnungsfeier schilderte, wie sie in dieser Zeit persönliche Gefühle für ein Seelöwenbaby entwickelte und ganz besorgt war, als es Schnupfen hatte. Dass auch ihre kleine Tochter im viele tausend Kilometer entfernten Deutschland einen hatte, war in dem Moment für sie weniger beunruhigend. Erfrischend auch die Schilderungen von Regieassistent Kilian Helmbrecht, der fasziniert über Kraft und Geschick eines professionellen Berg- und Gletscherkletterers berichtete und im Stile eines Dieter Nuhr zu schildern wusste, wie der eigenwillige Kiwi tagelang die Kamera am Strand ignorierte, um lieber seinem Brutgeschäft nachzugehen – großartig.

Schön, dass sie da sind, die Naturfilmer, die Eckernförde so viel geben. Und gut zu wissen, dass sie nächsten Jahr wiederkommen, mit wunderbaren Filmen im Gepäck und jeder Menge neuer Geschichten.

Während andere Kreditinstitute öffentlich über Filialschließungen nachdenken, baut die Eckernförder Bank ihr heimisches Portfolio aus. Mit der Alten Post hat sie sich ein herausragendes Gebäude gesichert. Der Vorstand sieht das als gute Anlage in zinsloser Zeit und möchte das Gebäude langfristig bei bewährter Nutzung erhalten und weiter beleben. Es könnte sein, dass parallel zum Kaufdatum 1.1.17 auch gleich ein neuer Mieter in die leere erste Etage einzieht.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2016 | 06:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen