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Trommelzauber : Eine Schule trommelt sich durch Afrika

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Projektwoche in der Grundschule Hüttener Berge mit dem Trommelzauber-Team / Gestern Abschluss in Owschlag

Ascheffel | Rhythmus durch die Ohren direkt in den Bauch: Die Erst- bis Viertklässler der Grundschule Hüttener Berge sowie die 20 Vorschüler des Ascheffeler Kindergartens haben gestern in der Owschlager Sporthalle mit einer musikalischen Phantasiereise nach Tamborena den Abschluss ihrer Projektwoche gefeiert. Sowohl bei der Generalprobe am Vormittag als auch bei der Aufführung um 15 Uhr bekamen Eltern, Großeltern und Freunde ein beeindruckendes Schauspiel, oder besser gesagt Hörerlebnis von den 115 Kindern geboten. Zur Generalprobe hatten die Ascheffeler die Owschlager Schüler auf die Tribüne eingeladen. Sie alle erlebten, wie aus der ganzen Schule eine trommelnde, tanzende und singende Gemeinschaft wurde.

Leo Omorodion vom Trommelzauber-Team mit Sitz im schwäbischen Lautrach war zu der Projektwoche in die Schule gekommen und verzauberte die Schüler mit afrikanischen Rhythmen, die sie selbst auf den kleinen Djembe-Trommeln schon nach kurzer Zeit erzeugen konnten. Die vier Schülergruppen erhielten Tiernamen, es gab Gazellen, Affen, Giraffen und Elefanten. So beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit dem Thema Afrika und traten eine Abenteuerreise ins Fantasie-Land Tamborena an. Sie bastelten Requisiten für die Darstellung ihrer Tiere, für den Dschungel, die Savanne und natürlich für das Ziel ihrer Reise, das Zauberdorf selbst.

Es gibt Rhythmen, die ins Blut gehen und denen sich auch ein Norddeutscher, egal ob jung oder alt, groß oder klein, nicht entziehen kann. Dem gebürtigen Nigerianer Leo Omorodion, der mittlerweile im Hamburg lebt, gelang es, den Kindern, die einfachen Rhythmen, Lieder und afrikanische Tänze zu vermitteln.

Gründer von Trommelzauber ist Johnny Lamprecht, der vor rund 20 Jahren 25 Trommeln aus dem Senegal mit nach Deutschland brachte, um Kindern das Trommeln, Singen und Tanzen nahe zu bringen. Mittlerweile ist Trommelzauber mit sieben Teams deutschlandweit unterwegs.

Das Trommeln fördere die Koordination und Konzentration, sagt Omorodion. Die Trommeln hätten auch gegenüber anderen Instrumenten einen klaren Vorteil, betont der Trainer, Lernerfolge stellen sich schneller ein. Bei einer Gitarre oder einem Klavier hätten Kinder Hemmungen, bei der Trommel heiße es einfach: „Schlag zu“. Nebenbei würden die Kinder auch andere Kulturen kennen lernen, Trommelzauber leiste daher auch einen Beitrag im Kampf gegen Rassismus, so Omorodion.

Ordentlich sparen musste die Schule, um den Trommelzauber nach Ascheffel zu holen. Die vergangenen beiden Sponsorenläufe fanden zugunsten des Projektes statt, außerdem gab es eine Spende vom Förderverein.

 

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erstellt am 11.Mär.2017 | 06:19 Uhr

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