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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Neue Technik im Museum : Eine Medienstation als Abschiedsgeschenk

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

FSJ’lerin Lisa Afrossin hat im Museum Eckernförde als Projektarbeit eine neue Medienstation aufgebaut. Sechs Themen können dort per Touchscreen erschlossen werden.

Eckernförde | Wer mehr über die Vergangenheit Eckernfördes wissen möchte, wird im Museum am Rathausmarkt und im Stadtarchiv in der Gartenstraße fündig. In den Räumen wird Geschichte lebendig, die ausgestellten Exponate und die Sammlungen veranschaulichen das Leben der Menschen aus grauer Vorzeit bis heute. Von der Entwicklung der Technik über die Fayencenherstellung und die Arbeiten des Blumenmalers Max Streckenbach bis zur Schlacht von Eckernförde am 5. April 1849 oder die Abteilung Flucht und Vertreibung, um nur wenige Beispiele zu nennen. Bereichert werden die Sammlungen und Abteilungen durch aktuelle Sonderausstellungen, derzeit sind im Museum sehenswerte Tierporträts des Naturfilmers und Tierfotografen Heiko de Groot aus Hamburg zu sehen, die er auf seinen Reisen in aller Welt geschossen hat.

Ganz neu im Museum ist eine interaktive Plattform, auf der sich die Besucher auf einem Großbildschirm verschiedene Themenbereiche selbst erschließen können. Mit der Medienstation gleich rechts im Großen Saal präsentiert das Museum nun sechs Themenfelder, die medial vollkommen neu aufbereitet worden sind und ein neues, attraktives Angebot für die Museumsbesucher darstellen. Die Medienstation ist eng verbunden mit der Arbeit der FSJ’lerin Lisa Afrossin. Es ist gewissermaßen ihr Abschiedsgeschenk an das Museum, denn ihr Freiwilliges Soziale Jahr Kultur endet in wenigen Tagen am 31. August.

Die 18-jährige Gettorferin hat ein Jahr lang im Museum und im Künstlerhaus mitgearbeitet. Zu den vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben in beiden Einrichtungen gehörte auch die Entwicklung und Durchführung eines eigenständigen Projektes. „Es ist ein Glücksfall für das Museum, dass Lisa Afrossin, die einmal Mulitmedia Production studieren möchte, ihre Computerkenntnisse so engagiert und kreativ eingebracht hat“, sagt Museumsleiterin Dorothee Bieske.

Für die Medienstation des Museums entwickelte die junge Gettorferin ein Programm, mit dem nun Themen der Eckernförder Stadtgeschichte auf dem Touchscreen-Bildschirm dargestellt werden. Bereits im Februar hat Lisa Afrossin die Themen Bauschule, TVA und Eisenbahn für die Besucher freigegeben. Nun hat sie vier weitere Themen der Eckernförder Stadtgeschichte erarbeitet: die Geschichte der Sturmflut in Eckernförde 1872 mit Bildern der verheerenden Folgen für die Stadt. Das Thema Wassersport erzählt die Geschichte des Ruderclubs und des Segelclubs Eckernförde. Das umfangreiche Material an Fotos und Dokumenten stammt zu einem Teil aus dem Stadtarchiv, der größere Teil kommt jedoch aus den Archiven der beiden Clubs – hier sind Klaus Mewe (SCE) und Max Kolbow (ERC) zu nennen – und wurde von Museumsrestaurator Ralf-Peter Schröder eingescannt, um es für die Stadtgeschichte erschließen und bewahren zu können. Zahlreiche Fotos, größtenteils noch schwarz-weiß, vermitteln Impressionen aus dem regen Vereinsleben der beiden Clubs vor allen aus der Gründungszeit in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen auch die damals eingesetzten Ruder- und Segelboote auf der Eckernförder Bucht sowie den Bau und die Anlage der Clubhäuser und des Segelhafens. Und ganz aktuell hat Afrossin die Vorkommnisse um den Walfang 1766 in die Medienstation eingearbeitet.

Wenn Lisa Afrossin Ende August die beiden Einrichtungen verlässt, folgt ihr am 1. September ein junger Mann nach: Matthis Mahler aus Schafflund, der gerade sein Abitur in Flensburg gemacht hat, tritt in ihre Fußstapfen und hat bereits Interesse für weitere Themen der Stadtgeschichte gezeigt.


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erstellt am 17.Aug.2016 | 06:29 Uhr

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