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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Ausstellung in Groß Wittensee : Eine alte Mühle und ganz viel Kunst

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

26 Aussteller beim Kunstmarkt in Groß Wittensee

Malen mit Kaffeesatz – nicht möglich? Doch. Anahita Osman weiß, wie es geht. Beim Kunstmarkt des Vereins Kunst und Kultur Hüttener Berge in der Mühle Auguste in Groß Wittensee präsentierte sie als eine von 26 Ausstellerinnen und Ausstellern ihre Bilder und erklärte Interessierten auf Deutsch und Englisch ihre Kunst. Sie trinke viel Kaffee und so hatte sie die Idee, damit zu malen, berichtete Anahita Osman, die aus Afrin in Aleppo in Syrien kommt, seit einem Jahr in Deutschland lebt und seit drei Monaten in Rendsburg wohnt. „Ich mag braune Farben.“ Ein Tag dauert es, bis ein Bild fertig ist, weil es mehrmals trocknen muss. Für ihre Bilder mischt sie Kaffee mit Wasser und Klebstoff. Durch verschiedene Mischverhältnisse entstehen unterschiedliche Kontraste. „Je mehr Kaffee ich hinzugebe, desto dunkler wird es“, erläuterte Anahita Osman, die auch mit Acryl malt. Manchmal arbeite sie mit Farben und manchmal mit Kaffee, weil es sinnlicher sei. Inspiration gewinnt sie aus ihrer Vergangenheit, aber auch aus ihrem täglichen Leben. Der Konflikt in Syrien ist eine Inspiration. Manchmal versuche sie auch, positiver zu sein, sagte die Künstlerin. Für sie sei die Kunst ein Weg, sich auszudrücken.

Der Kunstmarkt war ihre erste Ausstellung in Deutschland. Ihr gefiel es: Es gebe einen Mix von verschiedenen Künsten, für jeden sei etwas dabei.

Das Angebot auf dem Kunstmarkt reichte von Kindergeschichten über Quilts und Traummessern hin zu Glasmalerei und noch vielem mehr. Bei der Organisation achten sie darauf, einen guten Mix zusammenzustellen, berichtete Telse Polenski, Vorsitzende des Kunst- und Kulturverein. Es gebe laufend Anfragen von Künstlern: „Wenn der Markt zu Ende ist, planen wir schon wieder den nächsten.“ Wer beim Kunstmarkt in der Mühle keinen Platz bekommt, habe die Möglichkeit bei „Kunst im Advent“ im Technik- und Ökologiezentrum (TÖZ) in Eckernförde im Dezember dabei zu sein.

Auch für die musikalische Untermalung war gesorgt: Am Sonnabend war Helmut Herzog mit seiner Geige zu Gast und spielte Wiener Caféhausmusik, Evergreens und leichte Klassik. Gestern trat Ralf Himmel mit einem Saxophon auf. Er spielte eigene Kompositionen. „Musik gehört als Untermalung einfach dazu“, sagte Telse Polenski.

Zum ersten Mal war in diesem Jahr Günter Stelck aus Kiel dabei und zeigte seine Drechselarbeiten: Stifte, Döschen und auch Schalen stellte er an seinem Stand aus. Ihm gefiel es auf dem Kunstmarkt, vor allem das Ambiente der historischen Mühle passe perfekt. Das Drechseln ist seit zehn Jahren sein Hobby. Stelck mag Holz und ist schon von klein auf damit aufgewachsen, sagte er und fügte hinzu, dass jedes Stück unterschiedlich sei. Für seine Werke arbeitet er mit verschiedenen Holzarten und entscheidet je nach Größe des Stücks, was er daraus macht.

Groß waren auch einige der Quilts, die Ulla Battke mitgebracht hatte. Ihr gefällt es, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und sie liebt es, mit Stoffen umzugehen. Sie war schon öfter beim Kunstmarkt in der Mühle dabei und mag die Umgebung sowie die Menschen hier. Sie bereitet nicht extra Quilts für die Markt vor, sondern arbeitet sowieso daran. „Ich komme mit, was fertig ist“, sagte die Eckernförderin.

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