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Eckernförder Zeitung

31. August 2016 | 18:01 Uhr

Fair Trade macht Schule : Ein Stück Gerechtigkeit mit fair gehandelten Waren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lehrer und Schüler der Jungmannschule weihen mobilen Kiosk als Teil ihrer Arbeit als „Fair Trade“-Schule ein

Noch ist er mit einem schwarzen Tuch und einer grünen Schleife verdeckt. Doch in wenigen Sekunden enthüllen die sechs Schüler der Fair-Trade-Arbeitsgruppe ihren mobilen Kiosk. Dort bieten sie ab heute täglich in der ersten großen Pause fair gehandelte Produkte im Eingangsbereich der Jungmannschule an. Schokolade, Müsliriegel, Studentenfutter, Kaffee und Saft stehen in den Regalen, die von vielen Schülern neugierig bestaunt werden. Der Stand ist ein Teil der „Fair Trade“-Kampagne der Jungmannschule.

Die Idee, den „Fair Trade“-Wagen ins Leben zu rufen, entstand vor rund einem Jahr durch die Intiative von Eckernförde als „Fair Trade“-Stadt. Damals setzten sich fünf Lehrer und sechs Schüler in ihrer Freizeit zusammen und überlegten, wie sie ihr Projekt umsetzen können. Ursprünglich sollte ein Saftladen entstehen, doch schon bald einigte sich die Gruppe auf Süßes, Knabbereien und Kaffee. Beim Kiosk stand die Mobilität an erster Stelle – schließlich müsse der Stand ja weggeschoben werden, sagt Oberstudienrätin Jutta Johannsen. Aber auch die Preise sollten nicht allzu hoch sein – eine Tafel Schokolade kostet beispielsweise 1,25 Euro.

Unterstützt wurde die Gruppe von der Kirchengemeinde Sankt Nicolai. „Mit dem von uns gespendeten Startkapital haben die Schüler die ersten Produkte eingekauft“, erzählt Pastor Dirk Homrighausen erfreut. Er bezeichnet den Verkauf jeder fair gehandelten Ware als ein Stück Gerechtigkeit, denn so würde man den Plantagenarbeitern etwas für ihre Mühe zurückgeben. Der 17-jährige Jörgen Roggenkamp fügt hinzu, dass das Thema „Fair Trade“ auch in den Unterricht eingebaut wird. Doch nicht nur dort. Die Schülervertretung verkaufe jedes Jahr Weihnachtsmänner und auch die sollen nun auf „Fair Trade“ umgestellt werden.

Homrighausen und die Lehrer sind von dem Engagement der Schüler begeistert. Nicht nur, dass sie ihre Freizeit für die Planung „geopfert“ haben, sondern auch, weil sie freiwillig in der Pause die Leckereien verkaufen.

Ziel des Projekts ist vor allem die Nachhaltigkeit. „Der Kiosk soll ständig gefüllt sein und wenn die Waren ausgehen, können die Schüler sie bei der Kirche nachbestellen“, erklärt Homrighausen. Das Team möchte nun viele Jugendliche für die Produkte begeistern.

 

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erstellt am 09.Jan.2014 | 06:32 Uhr

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