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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 16:37 Uhr

Exoten auf der Weide : Ein Schlammbad und Blondie ist gar nicht mehr blass

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auf Grünflächen mit viel Wasser sind Wasserbüffel die perfekten Rasenmäher

Die Hierarchie in der Herde ist klar geregelt, wenn René Hachulla mit dem großen Strohballen vorfährt und ihn auf der Koppel entpackt. Ddann macht sich zunächst Wasserbüffel-Bulle Max mit den drei Büffel-Kühen und dem Jungbullen Anton auf zum Futterplatz. Ochse Fiete muss dann sehen, dass er zwischendurch ein paar Halme erwischt und auch Albino-Dame Blondie hält zunächst einigen Abstand zu ihren Artgenossen. „Neugierige können vom Gatter aus die Tiere aus nächster Nähe sehen“, sagt Hachulla.

Vor eineinhalb Jahren hat der Fleckebyer die Fläche gegenüber dem ehemaligen Klärwerksgelände vom Wasser- und Bodenverband gepachtet, um dort eine Herde Wasserbüffel weiden zu lassen. „Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume will vergleichen, wie sich Flächen entwickeln, die von herkömmlichen Rindern beziehungsweise von Wasserbüffeln beweidet werden, so Verbandsvorsteher Heini Schulz gegenüber der EZ.

Mit den Kühen Olga und Berta sowie mit Ochse Fiete begann er die Beweidung der Fläche. Olga war tragend und sorgte für Nachwuchs – Anton kam hinzu. Im März diesen Jahres kaufte sich Hachulla zwei weitere Kühe, Blondie und Elsa sowie den Bullen dazu. Da aber auch Blondie das Suhlen im tiefen Schlamm liebt, ist von ihrer weißen Haut nur selten etwas zu sehen.

Durch den Büffeleinsatz wird die Verwässerung der Fläche gefördert. „Die 50 Zentimeter große Quelle wird mit der Zeit immer breiter getreten“, erzählt Hachulla, der rund 15 Jahre lang Schafe hielt und nun mit den Büffeln seine neue Passion gefunden hat. Da Wasserbüffel keine Schweißdrüsen haben, benötigen sie Kühlung von außen, die sie in Gräben, Tümpeln und selbst angelegten Suhlen finden. Auch würden die Tiere so ziemlich alles fressen, sodass das Schilf auf der Weise zurückgedrängt wird. Die Wasserbüffel gelten als genügsame und robuste Rasse, das Fleisch ist sehr cholesterinarm.

Eigentlich wollte René Hachulla nicht allen Tieren Namen geben. Fiete wird irgendwann geschlachtet werden. Und auch Anton wird schon bald die Herde verlassen müssen, um nicht in Rangkämpfe mit Max verwickelt zu werden. Beide sind sogar handzahm, lassen sich von René Hachulla protestlos am Kopf kraulen. Er will eine Stammherde von fünf Tieren, dem Bullen und vier Kühlen behalten, den Nachwuchs dann verkaufen.

Ende November kommen die Büffel ins Winterlager, einer großen Rundbogenhalle, ab Anfang Mai geht es dann wieder auf die Weide.

 

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erstellt am 31.Aug.2016 | 06:21 Uhr

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