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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 14:43 Uhr

Green Screen : Ein Hauch von Hollywood

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Green-Screen-Preisträger der vergangenen Jahre sind auf Granitplatten in der Strandpromenade verewigt.

Eckernförde | Eckernförde-Neulinge genießen an der Strandpromenade den Blick auf die Ostsee, das Strandtreiben, das Urlaubsgefühl im Wind – eben das Offensichtliche, das sich mit Zwang in die Synapsen drängt. Subtiler wird’s, wenn der Blick zu Boden gleitet. „Green Screen“? „Preisträger“? Was ist das? Vom Ostsee Info-Center bis zur Strandkantine liegen alle 2,60 Meter Granitplatten im Boden, fein säuberlich von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs in den roten Klinker der Strandpromenade eingearbeitet. Auf ihnen sind die Preisträger des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen verewigt – es ist der grüne Hauch von Hollywood, der „Walk of Fame“ Eckernfördes, der schon vor Jahren in „Green-Screen-Promenade“ umbenannt wurde. Viele Filmemacher suchen sich hier, fotografieren „ihren“ Stein und verschicken das Bild an Freunde oder posten es auf Facebook. Und auch so mancher Gast bleibt stehen und widmet seine Aufmerksamkeit den Granitplatten.

Green Screen feiert in diesem Jahr vom 14. bis 18. September sein zehnjähriges Jubiläum und gleichzeitig seine sechsjährige Zusammenarbeit mit Karin Lembke. Sie finanziert nämlich seit 2011 die Granitplatten. „Ich finde es phänomenal, was die Filmemacher Jahr für Jahr erschaffen“, sagt sie. „Um das Werk dieser Menschen zu würdigen, spende ich die Platten gern.“ Nicht zuletzt outet sich Karin Lembke als Gerald-Grote-Fan: Der Festivalleiter habe „so viele tolle Ideen“, die unterstützt werden müssten. Schließlich war das ganze Festival seine Idee, die er mit Hilfe der Stadt und vieler Ehrenamtlicher umsetzen konnte. Insgesamt 90 Steinplatten hat Karin Lembke schon finanziert, die letzte der 15 in diesem Jahr verlegten Platten ist gestern Vormittag in die Promenade eingelassen worden – sehr zur Freude von Ulrike Lafrenz, der Vorsitzenden des Green-Screen-Fördervereins. „Wir sind Karin Lembke sehr dankbar und hoffen, dass ihr Engagement noch lange anhält.“

Gestern wurde die Platte des Preisträgers Christoph Würzburger in die Promenade eingearbeitet. Er hat im vergangenen Jahr mit seinem Film „Warum sterben die Bienen?“ den mit 5000 Euro dotierten Heinz-Sielmann-Filmpreis gewonnen. Der Preis wird von Inge Sielmann gestiftet, der Witwe der Tierfilmlegende Heinz Sielmann. Sie unterstützt das Festival seit der ersten Stunde, wird es aber in diesem Jahr erneut aus gesundheitlichen Gründen nicht besuchen können.

>www.greenscreen-festival.de

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erstellt am 13.Sep.2016 | 05:29 Uhr

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