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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 06:14 Uhr

Echt Borby : Ein Ausflug an den Beginn der Stadtgeschichte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Borbyer Musik, Borbyer Spezialitäten und ein Modell der ersten Siedlung – „Echt Borby“ kam gut an.

Eckernförde | Kaiserwetter für ein besonderes Ereignis: Mit einem Feuerwerk an Musik begrüßte das Blasorchester der TuS Eckernförde am Sonntag die zahlreichen Besucher am Borbyer Ufer. Majestätischer konnte der Ausblick nicht sein und war damit der richtige Grundstein, Geschichte hautnah zu erleben. Was „Echt Borby“ ist und ausmacht, dafür gab es ein Kaleidoskop von Erlebnissen bei der gleichnamigen Veranstaltung.

Moderator Hermann Wolter und das Organisationsteam nahmen die rund 300 Gäste mit auf eine Zeitreise. Spannend und mit viel Charme moderierte Wolter durch die Geschichte: Die friedlichen Siedler, die sich den Ort an einer Bachmündung (dem heutigen Lachsenbach) und einer Furt niederließen, müssen schon vor Jahrhunderten den Ort sehr anziehend gefunden haben. Mit viel Einfühlungsvermögen zauberte Wolter den Besuchern die Zeit der Besiedelung vor Augen.

Bevor die Gäste bildhaft die ersten Niederlassungen des Ortes Borby (Burgdorf) erleben konnten, gab es traditionelle kulinarische Kost zur Stärkung. Die Mettwurst vom Borbyer Schlachter Carsten Holtorf auf Original Borbyer Swattbroot von Bäcker Stephan Haupt fanden sofort Liebhaber. Für viele Borbyer war der legendäre „Borbyer-Gilde-Butter-Streuselkuchen“, gebacken von der Borbyeer Deern Britta Schlegel, ein wahrer Kindheitstraum. Die kulinarische Entdeckungsreise kam bei den Besuchern ebenso an, wie die vom Borbyer-Gilde-Wirt Sefko Feratoski angebotene Borbyer Bratwurst.

Hermann Wolter schaffte es, das Publikum immer wieder in die Geschichte des wachsenden Dorfes einzubinden, untermalt mit der passenden Musik des 40-köpfigen Blasorchesters. Der Höhepunkt nahte, als der Moderator den Blick auf das von Manfred Seyler geschaffene Modell der ersten Ansiedlung freigab. Rund drei Wochen brauchte der Modell-Eisenbahnbauer, um die ursprüngliche Landschaft mit Steilküste, Bewaldung und Wasser nachzubauen. Seyler: „Mich verbindet viel mit Borby, ich bin hier aufgewachsen, habe bei Pastor Schlösser meine Konfirmandenzeit verbracht. Das Gestalten des Ursprunges von Borby hat mir sehr viel Freude bereitet.“

Ein staunendes A und O war von den Besuchern bei dem Anblick zu hören. Liebevoll und mit viel Hingabe nahm Manfred Seyler besonders die kleinsten Besucher mit auf eine geschichtliche Reise. Unter Anleitung entstanden so die ersten Siedlungshäuschen und schlussendlich auch der Ringwall, der den Menschen vor Überfällen von der See Schutz bieten sollte. Man schrieb ungefähr das Jahr 1150. Die bäuerlichen Siedlungen befanden sich oberhalb der Steilküste.

Stolz durfte Ferienkind Lotte (7) aus Stuttgart mit den Borbyer Kindern Terje (10) und Tim (5) die ersten Häuser am Lachsenbach platzieren. Arnold Metzger ist als Ur-Borbyer fest verwurzelt: „Jungedi, wat hebbt ji op de Been stellt. Ik bün hin un weg, so schön vun Borby vertellen, jo dat is uns Geschicht. Borby is Borby. Mi freut, dat uns Blasorchester so fein Musik maakt, dat is allerbest!“ Das schafften die Musiker allemal, es wurde geschunkelt, getanzt, geklatscht und mitgesungen. Immer wieder gab es Zugaberufe und Zwischenapplaus.

Urlauber Bernd Klein aus Berchtesgaden war begeistert: „Eine wunderschöne Art ein Frühschoppenkonzert zu gestalten, der Ausblick, das Interesse am Ursprünglichen, das Typische der Menschen, ihre Gewohnheiten, das Essen und die Gespräche miteinander. Ich fühle mich sehr wohl und komme bestimmt wieder.“ Strahlende Gesichter bei allen Besuchern und der anhaltende Applaus waren Lob für einen besonderen Ausflug an den Anfang der Stadtgeschichte, denn der erste Eckernförder war ein Borbyer.





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