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Eckernförder Zeitung

26. Februar 2017 | 04:48 Uhr

Tourismus : Eckernförde bereit für internationale Kreuzfahrer

vom

Sabrina Bock und Janine Struck beschäftigten sich in ihren Abschlussarbeiten mit Tourismus in der Region

Eckernförde | Eine gute Note mit lebensnaher Forschung verbinden - das ist Sabrina Bock und Janine Struck gelungen. Die beiden Studentinnen der FH Kiel haben ihre Bachelorarbeit bei der Tourist- und Marketing GmbH Eckernförde geschrieben und sich acht Wochen lang mit Gesundheits- beziehungsweise Kreuzfahrttourismus in der Region beschäftigt. Fazit: Eckernförde ist bereit für internationale Kreuzfahrer, muss gesundheitstouristische Angebote aber besser vermarkten.

"Ein Blick von außen auf Dinge, die uns beschäftigen, ist hilfreich", betont Geschäftsführer Stefan Borgmann. Deshalb biete das Unternehmen studentische Praktika und Abschlussarbeitsthemen mit praktischem Bezug an.

Die Untersuchung von Sabrina Bock (25) knüpft an das von Borgmann vorangetriebenen Projekt, Eckernförde als Anlaufziel für Kreuzfahrtschiffe zu etablieren, an. Thema der Abhandlung: "Untersuchung der Voraussetzungen Eckernfördes als Kreuzfahrt-Destination". Die Kielerin analysierte die touristische Infrastruktur und beurteilte 30 Restaurants und Geschäfte anhand der Aspekte "Mehrsprachigkeit" und "Kreditkartenzahlung" - mit positivem Ergebnis: "Eckernförde ist auf einem guten Weg. Englischkenntnisse sind überall gegeben", berichtet die 25-Jährige. Bei 50 Prozent der Geschäfte und 80 Prozent der Restaurants sei zudem Kreditkartenzahlung möglich.

Bemerkenswert sei darüber hinaus die Flexibilität der Inhaber. "Viele sind bereit, etwa ein Kartenlesegerät anzuschaffen, wenn sich ein Schiff mit internationalen Gästen ankündigte, so die Studentin. Probleme sieht sie in der fehlenden Erfahrung Eckernfördes sowie in der starken Konkurrenz auch innerhalb Schleswig-Holsteins.

Insgesamt fühle sich Stefan Borgmann durch diese Ergebnisse aber in seinem Vorhaben bestätigt. "Eckernförde bietet einen eigenen Charme. Auch kleine Schiffe würden hier mit Begeisterung und Shanty-Chor empfangen werden." Kontakt zu Agenturen gebe es bereits, auch infrastrukturellen Anforderungen seien erfüllt: "Schiffe bis vier Meter Tiefgang könnten im Hafen anlegen", so Borgmann. Für größere böte sich der Transport an Land mit Beibooten an.

Auch im Gesundheitstourismus ist die Region eigentlich gut aufgestellt. "Es gibt Radfahrten, Reiten, Klettern und vieles mehr. Eine Vermarktung unter dem Begriff Gesundheitstourismus findet aber nicht statt", fand Janine Struck in ihrer Ausarbeitung heraus. Titel: "Grenzen und Möglichkeiten für Gesundheitstourismus in der Eckernförder Bucht". Wichtig sei, dass man auf präventiven Gesundheitstourismus setze. "Im Bereich der Behandlung ist die Konkurrenz mit Damp viel zu groß", so die Jevenstedterin. Natur, Erholung und gesundes Klima seien wesentliche Urlaubsmotive. All das biete die Region. "Man muss es nur entsprechend verkaufen", betont die 26-Jährige. Dafür eigne sich die Baustein-Buchung, bei der Kunden ihren Urlaub nach individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. "Wir kennen jetzt die Akteure in der Region und können konkrete Produkte entwickeln", freut sich Stefan Borgmann über die Ergebnisse. "Das werden wir angehen."

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erstellt am 28.Feb.2013 | 06:00 Uhr

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