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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 12:35 Uhr

Oktoberfest : Dirndl und Lederhose – 3000 feiern die Gaudi im Zelt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Besucheransturm auf dem Oktoberfest auf Carlshöhe / Zwei Tage bayrische Gemütlichkeit und Schmankerl

Das Oktoberfest auf der Wiesn in München hat Konkurrenz bekommen. Rund 3000 Menschen aus nah und fern besuchten am Wochenende das Oktoberfest auf Carlshöhe. Sehr viele Frauen, sowohl junge als auch ältere, erschienen stilecht gekleidet in Dirndl, das extra vorher gekauft wurde. Hier konnte man erwachsene Männer in Lederhosen sehen, mit rot- oder blauweißem Hemd gekleidet. Die Veranstaltung der Gemeinsamkeit und Gemütlichkeit in Riesenzelten, gepaart mit großen Bierkrügen und Volksmusik, zog die Feierwilligen in ihren Bann. Sie alle kamen, um auf dem Oktoberfest so richtig abzufeiern.

Gab es am Freitag zuvor noch Musik aus der Konserve, sorgten dann am Sonnabend „Die Ganoven“, extra aus der bayrischen Hauptstadt angereist, für die nötige Stimmung. „Seids ihr guat drauf in Eckernförde?“,kam es dann auch in breiter Mundart aus den Lautsprechern, quittiert von einem gemeinsamen „Jaaaa!“ aus vollen Kehlen.

Aufgeheizte Stimmung sorgte dann schon recht früh dafür, dass nicht nur auf der Tanzfläche, sondern auch auf den Bänken und Tischen getanzt wurde. „Die Tanzfläche ist einfach zu voll und wenn keiner sitzt, geht es auch hier“, so Klaus Bregham aus Schleswig und prostete seiner Runde aus der Höhe zu, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte.

Was vor sieben Jahren auf dem Parkplatz eines Eckernförder Autohauses begann, von vielen belächelt wurde und dem Projekt dabei wenig Zukunft zugestanden wurde, hat sich mittlerweile zur größten Veranstaltung mit diesem Namen nördlich des Nord-Ostsee-Kanals entwickelt. Mittlerweile kann man das Eckernförder Oktoberfest sogar über ein Hamburger Reisebüro buchen.

Mehrere tausend Liter des originalen Hofbräu-Bieres wurden am Wochenende ausgeschenkt. „Das machte sogar Hofbräu aus München auf uns aufmerksam, die gerne wissen wollten, was hier passiert“, berichtete Mitorganisator Björn Gallenkamp von der Firma Behn. Er freut sich zusammen mit Orga-Kollege Dirk Remien schon auf das kommende Jahr, denn da hat sich aus dem renommierten Brauhaus eine Delegation angekündigt, die auch den Anstich vornehmen will.

Schon drei Wochen vor diesem Großereignis waren sämtliche Sitzplätze an beiden Tagen ausgebucht, sogar aus Kappeln wurde ein extra Shuttleservice zur Veranstaltung eingerichtet. War es für die einen die willkommene Gelegenheit für einen Junggesellenabschied, nutzten andere die Veranstaltung, um gemeinsam mit der Clique loszuziehen. Da wurde gelacht und mitgesungen – bei geschätzter Zelttemperatur von 30 Grad floss Schweiß und anschließend das Bier in Strömen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut ist“, gestand die Eckernförderin Patricia Sawitzki in einer Atempause. Lange Jahre hat sie sich, wie sie selber gestand, erfolgreich gegen die Veranstaltung gewehrt, jetzt aber Blut geleckt und wird auch im kommenden wieder mit dabei sein, ist sie sich sicher.


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